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Mourinhos Taktik: Zwei rote Karten

Real Madrid siegte klar und deutlich gegen Ajax Amsterdam und sicherte sich den Sieg in der Gruppe G. Für heisse Köpfe sorgen indes die beiden Platzverweise zum Ende der Partie.

Zweimal Rot wegen Spielverzögerung: Real Madrid provozierte zwei Platzverweise.

In der 68. Minute hatte sich Xabi Alonso die gelbe Karte eingefangen, schon in der ersten Halbzeit war Sergio Ramos verwarnt worden. Es war jeweils ihre zweite Karte im laufenden Wettbewerb, eine weitere im letzten Gruppenspiel gegen Auxerre und sie wären im Hinspiel des Achtelfinals der Champions League gesperrt gewesen. Das wollte Real Madrid mit seinem Trainer José Mourinho offenbar vermeiden.

In der 87. Minute, als Real schon 4:0 führte und sich den 1. Platz in der Gruppe G vorzeitig gesichert hatte, liess sich Xabi Alonso bei einem Freistoss nicht nur viel Zeit, sondern sehr viel Zeit. Der schottische Schiedsrichter Craig Thomson zeigte dem Mittelfeldspieler die gelb-rote Karte.

Die Wut von Gress

Nur vier Minuten später wiederholte sich das bizarre Schauspiel mit einem anderen Darsteller. Keeper Iker Casillas überlässt Verteidiger Sergio Ramos den Abstoss, doch dieser ordnet in aller Gemütlichkeit seine Stulpen, zieht sie übers Knie und wieder zurück. Ajax-Stürmer und Captain Luis Suarez verzweifelt fast, Schiedsrichter Thomson zeigt Ramos auch die zweite gelbe Karte.

An der Seitenlinie nahm Trainer José Mourinho die beiden Platzverweise gelassen hin. «Die gelb-roten Karten fallen nicht so sehr ins Gewicht, weil wir uns vor dem nächsten Spiel gegen Auxerre schon qualifiziert haben», so der portugiesische Trainer. Im Schweizer Fernsehen tobte Gilbert Gress, dass die Uefa und deren Präsident Michel Platini dagegen etwas unternehmen müssten. Denn eines scheint allen Beobachtern klar: Die beiden Platzverweise wurden wohl vom gewieften Taktiker Mourinho zumindest mitorchestriert. Alonso und Ramos stehen ihm im Achtelfinal so unbelastet zur Verfügung.

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