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Mit Traumtoren zurück ins Rampenlicht

Ruben Neves war einst der jüngste Captain in der Champions League. Nach einem Abstecher in die zweite englische Liga schafft er mit seinem Team den Aufstieg in die Premier League.

Ruben Neves: Der portugiesische Mittelfeldspieler hat einen grossen Anteil am Aufstieg der Wolverhampton Wanderers. Bild: Getty Images

Es war mehr als nur ein Sonntag in Wolverhampton, einem Vorort von Birmingham. Die Wolverhampton Wanderers haben soeben Birmingham City mit 2:0 besiegt und feiern den Aufstieg in die Premier League. Mittendrin der 21-jährige Ruben Neves, der mit seinen starken Leistungen einen grossen Anteil am Erfolg der Wolves hat.

Er spielte 70 Minuten und war einmal mehr der Denker und Lenker im Mittelfeld. In den zwei Spielen zuvor hatte er jeweils ein Tor erzielt, eines spektakulärer als das andere. Er schoss insgesamt sechs Tore in dieser Saison, doch beinahe alle fallen unter die Kategorie Traumtor.

Von Porto in die Provinz

Dank seinen spektakulären Auftritten für Wolves zählt Neves wieder zu Portugals erweitertem WM-Kader und weckt Begehrlichkeiten von Topclubs. Dennoch will der mittlerweile 21-Jährige beim Club bleiben. «Es wird meine erste Saison in der Premier League sein. Ich bin glücklich hier und liebe es, hier zu spielen. Gerne würde ich hier bleiben. Ich kam hierher, um mich zu verbessern und dem Club zu helfen. Jetzt sind wir in der Premier League, was das Wichtigste ist.»

Neun Monate zuvor hatte die Fussballwelt nicht schlecht gestaunt, als der damalige Captain von Porto, der jüngste Captain in einem Champions-League-Spiel überhaupt, vom portugiesischen Topclub in die zweite englische Liga wechselte. Anstatt gegen europäische Grössen wie Bayern München oder Real Madrid spielte er nun gegen Brentford oder Bristol City.

Der Einfluss von Mendes

Dass Neves überhaupt zu den Wolves wechselte, hat viel mit Jorge Mendes zu tun. Der Spielerberater von Cristiano Ronaldo vertritt auch Neves, fünf weitere Spieler von Wolverhampton und den Coach Nuno Espirito Santo. Der Einfluss von Mendes auf den Zweitligisten ist gross. Er berät die chinesischen Besitzer des Clubs in Sachen Transfers, und sie besitzen Anteile an seiner Spieleragentur Gestifute. Die Beziehung zwischen den Wanderers und Mendes ist so kompliziert, dass der englische Verband gar eine Untersuchung einleitete, um zu überprüfen, ob der Zweitligist gegen irgendwelche Regeln verstossen hat.

Dies wird schwer zu beweisen sein, und somit werden die Wolves in der nächsten Saison nach sechs Jahren der Zweitklassigkeit wieder im Konzert der Grossen mitspielen. Und auch Ruben Neves darf nach einer Saison in der Versenkung wieder gegen Topteams spielen.

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