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Missbrauchs-Vorwürfe gegen Ronaldo

Der «Spiegel» zitiert ein angebliches Vergewaltigungsopfer des portugiesischen Fussballers. Der Sportler schweigt vorerst.

Für ihn gilt die Unschuldsvermutung: Cristiano Ronaldo. (Archiv)
Für ihn gilt die Unschuldsvermutung: Cristiano Ronaldo. (Archiv)
Walter Bieri, Keystone

Die Vergangenheit holt Cristiano Ronaldo wieder ein. Im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» hat eine 34-jährige Amerikanerin, die der Superstar im Juni 2009 in Las Vegas vergewaltigt haben soll, ihr Schweigen gebrochen.

Zum ersten Mal schildert sie detailliert, was damals im Hotel Palms Place vorgefallen sein soll. Zuerst hätten sie sich einvernehmlich getroffen, danach sei es zum Missbrauch gekommen. Sie sagt: «Ich habe nie aufgehört, ihn und mich innerlich anzuklagen. Ihn für die Tat, und mich dafür, dass ich dieses Ding unterschrieben habe.»

375'000 Dollar Schweigegeld

Mit «dieses Ding» meint die Frau eine Schweigevereinbarung. Im April 2017 hatte «Der Spiegel» mit Bezug auf ein Dokument von der Enthüllungsplattform «Football Leaks» berichtet, dass Ronaldo ihr 375'000 Dollar bezahlt habe, während sie zusichern musste, für immer zu schweigen.

Dass die Amerikanerin nun den Schritt an die Öffentlichkeit wagt, hat mit ihrem neuen Anwalt zu tun. Er sagte dem «Spiegel», seine Mandantin hätte damals unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung gelitten und das Papier darum nicht unterschreiben dürfen. Deshalb reicht der Anwalt des mutmasslichen Opfers in Nevada Klage ein, er will das Schweigeabkommen für ungültig erklären lassen.

Ronaldo bestritt die Vorwürfe stets und sagte, der Sex sei einvernehmlich gewesen. Seine Anwälte haben sich bisher nicht zu den neuen Enthüllungen geäussert. Es gilt die Unschuldsvermutung. (Übernommen von 20 Minuten, bearbeitet von Redaktion Tamedia)

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