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«Messi würde in der Premier League scheitern»

Um den Argentinier wurden kürzlich Gerüchte laut. Ein französischer Weltmeister hält nicht viel von einem Wechsel nach England.

Geht er, geht er nicht? Um Lionel Messi gibt es derzeit viele Gerüchte.
Geht er, geht er nicht? Um Lionel Messi gibt es derzeit viele Gerüchte.
Alvaro Barrientos, Keystone

Es muss lustig sein, Lionel Messi zu sein. Einen Instagram-Post abzusetzen, sich dann mit der Frau, den drei Kindern und dem fast schon unnatürlich gross gewordenen Hund vor das Cheminée zu fläzen und nichts davon mitzubekommen, wie die ganze Fussballwelt spekuliert und fragt, wie sie expertisiert und rät, sich den Kopf darüber zerbricht, was Messi denn als Nächstes tun wird. Nur wegen dieses einen Posts.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Barcelona-Sportchef Eric Abidal kritisierte kürzlich die Mannschaft. Seine Erkenntnis: «Viele waren unzufrieden, haben wenig gearbeitet.» Das kam bei Messi weniger gut an, er reagierte eben mit erwähntem Instagram-Post, schrieb da, Abidal solle doch bitte Namen nennen, «sonst werden Unschuldige in den Dreck gezogen, und es gibt Gerüchte, die so nicht wahr sind».

Die Gerüchte kamen dann natürlich schnell. Allerdings vor allem nach Messis ins Handy getippten Äusserungen. Das englische Portal «The Athletic» wollte herausgefunden haben, dass Messi gerne zu Manchester City wechseln würde. Worauf Pep Guardiola, Trainer von ebendiesem Manchester, sagte, es wäre sein Wunsch, dass Messi bei Barcelona bleiben würde. Und: «Ich denke, er wird bei Barça seine Karriere beenden.»

Lionel Messi – herausgeworfenes Geld?

Andere teilen diese Wünsche nicht. Zumindest nicht öffentlich. Ariedo Braida zum Beispiel sagt einerseits, er denke nicht, dass Messi gehen würde. Schiebt dann aber gleich nach, dass er es trotzdem nicht ausschliessen würde. Der ehemalige Sportchef von Barcelona und der AC Milan sieht den Argentinier am ehesten und ganz unkreativ bei den Mailändern, erklärt aber auch, dass englische Topclubs ebenfalls gute Aussichten darauf haben, Messi zu verpflichten.

Das mag hingegen Emmanuel Petit nicht hören. Der frühere Arsenal- und Barcelona-Spieler sagt, Messi würde in der Premier League scheitern. Ganz einfach, weil er es nicht mag, die ganze Zeit getreten und gequetscht zu werden. «Messi wird in Spanien beschützt, er ist kein Cristiano Ronaldo.» Der Portugiese selbst übrigens hat sich noch dazu geäussert, ob er selbst es mag, getreten und gequetscht zu werden. Petit findet ausserdem, Messi zu holen, wäre für City aus dem Fenster geworfenes Geld.

Nur gegen Chelsea tut er sich schwer

Dagegen spricht Messis Statistik gegen englische Teams. Die ist nämlich beeindruckend gut, wie eigentlich jede Statistik Messis. In der Champions League spielte er einmal gegen Tottenham und schoss zwei Tore, gegen Liverpool brauchte er dafür vier Partien. Gegen Manchester United steht er momentan bei vier Toren in sechs Begegnungen, bei Manchester City sind es sechs Treffer und drei Assists in sechs Spielen. Arsenal macht die Statistik noch etwas deutlicher, es hat in ebenfalls sechs Auftritten gegen Barcelona neun Messi-Tore kassiert. Nur bei Chelsea, da treten und quetschen sie offenbar etwas mehr, gegen die Londoner traf Messi in zehn Spielen erst dreimal.

Vielleicht hat Kaká diese Zahlen ja auch im Kopf. Der Brasilianer, 2007 noch vor Messi Weltfussballer, sagt jedenfalls, es würde für Messi kein Problem sein, in der Premier League zu spielen. Er schlussfolgert aber auch, dass es eigentlich nur auf eines ankomme: darauf, «was Messi in seiner Karriere will».

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