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ManU besiegt Schalke in zwei Minuten

Manchester United hat sich eine hervorragende Ausgangslage geschaffen. Die Engländer gewannen das Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Schalke mit 2:0.

Der Beginn des Spiels war umkämpft, Manchester (mit Vidic) hatte aber die besseren Möglichkeiten als Schalke (hier Edu).
Der Beginn des Spiels war umkämpft, Manchester (mit Vidic) hatte aber die besseren Möglichkeiten als Schalke (hier Edu).
Keystone
Die Offensive der Engländer (hier Wayne Rooney) sorgte mit schnellen Spielverlagerungen und präzisem Passspiel für Unruhe in der Schalker Abwehr.
Die Offensive der Engländer (hier Wayne Rooney) sorgte mit schnellen Spielverlagerungen und präzisem Passspiel für Unruhe in der Schalker Abwehr.
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Schalke versuchte sich gegen die stark aufspielenden Engländer aufzubäumen, scheiterte aber an der engmaschigen Defensive von Manchester United.
Schalke versuchte sich gegen die stark aufspielenden Engländer aufzubäumen, scheiterte aber an der engmaschigen Defensive von Manchester United.
Keystone
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Wohl noch selten in den letzten Jahren hatte man einen einseitigeren Halbfinal in der Königsklasse gesehen als in der ausverkauften AufSchalke-Arena von Gelsenkirchen. Schalke musste ein regelrechtes Powerplay der Gäste über sich ergehen lassen. Schon zur Pause verzeichnete Manchester einen Ballbesitz-Anteil von 64 Prozent, am Ende waren es gar 65 Prozent.

Auch jede andere Statistik-Kategorie sprach für die Engländer, die mehr Corners (6:3), Schussversuche (18:9) und Torschüsse (10:5) als der Gastgeber verzeichneten. Manchester machte von Beginn weg Druck, hielt damit das Geschehen geschickt fern vom eigenen Tor und geriet kaum einmal in Gefahr, ein Gegentor zu kassieren.

Das Glück in der Offensive

Schnell wurde klar, weshalb das Team von Sir Alex Ferguson in den fünf Auswärtsspielen zuvor keinen einzigen Gegentreffer hatte einstecken müssen. Und klar wurde auch, warum die Briten von den letzten 17 Partien in der Fremde lediglich den letztjährigen Viertelfinal bei Bayern München (1:2) und 2009 den Final gegen Barcelona (0:2) verloren haben. Sie suchen und suchten den Erfolg nie mit einer rigorosen Defensivtaktik, sondern setzen überall, wo sie anzutreten haben, auf ihre hervorragend bestückte Offensive.

Dass es zur Pause noch 0:0 stand, schmeichelte den Deutschen über Gebühr. Schalke hatte es einzig und allein ihrem herausragenden Goalie Manuel Neuer zu verdanken, dass es nach 45 Minuten noch im Spiel war. Mit sieben teilweise unglaublichen Abwehraktionen hatte Neuer die Gästestürmer, allen voran den Mexikaner Javier Hernandez, zur Verzweiflung gebracht. Sein Gegenüber, Edwin van der Sar, verbrachte dagegen einen äusserst geruhsamen Fussballabend.

Zweite Niederlage in Folge

«Wir waren einem Gegner wohl noch selten so unterlegen wie heute», meinte nach Spielschluss ein zerknirschter Schalker Abwehrchef Christoph Metzelder, der gegen den dauernd die Position wechselnden Rooney kein Gegenmittel gefunden hatte. Das Team von Trainer Ralf Rangnick, der in seinem siebten Spiel als Magath-Nachfolger die zweite Niederlage in Folge einkassieren musste, wurde von einem haushoch überlegenen Gegner brutal in die Schranken gewiesen. Die Leistung von Schalke stand in krassem Gegensatz zur Darbietung im Viertelfinal, als Titelverteidiger Inter Mailand zweimal sicher bezwungen wurde.

Die Entscheidung für die Gäste fiel ausgerechnet in jener Phase, als Schalke sich endlich etwas besser im Spiel wähnte. Vielleicht aber war es auch die Taktik von Sir Alex Ferguson, den Gegner etwas herauszulocken, um dann mehr Platz für die eigenen Angriffe vorzufinden. Innert 155 Sekunden machten die Gäste schliesslich alles klar: Erst spielte der alle überragende Rooney Oldie Ryan Giggs mit einem präzisen Steilpass durch die Mitte derart genial frei, dass dieser alleine vor Neuer kaum noch scheitern konnte (67.). Das 2:0 erzielte Rooney dann gleich selber: Eingesetzt von Hernandez, ebenfalls mitten durch die löchrige Schalke-Abwehr, hatte der englische Superstar keine Probleme, sein drittes Tor in der laufenden Champions-League-Saison zu erzielen.

Englischer Erfolg – Schweizer Glück

Nach dem undiskutablen Auswärtserfolg über Schalke, das zuvor alle seine fünf Heimspiele gewonnen hatte, dürfte der fünften Finalteilnahme von Manchester United in der Champions League kaum noch etwas im Weg stehen. Der Leader und wohl neue Meister in der Premier League hat von den letzten 16 Heimspielen in der Königsklasse nur ein einziges (am 25. November 2009 gegen Besiktas Istanbul) verloren.

Der Erfolg von Manchester dürfte auch die Verantwortlichen in Basel und Zürich freuen. Denn das Ausscheiden Schalkes würde dem Schweizer Fussball garantieren, dass der kommende Meister fix für die nächste Champions League-Gruppenphase qualifiziert ist.

si/ot

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