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Lyon für GC zu stark

Wieder werden die Grasshoppers für eine engagierte Leistung nicht belohnt. Sie verlieren auch das Rückspiel gegen das französische Team aus Lyon 0:1, der Champions-League-Traum ist damit geplatzt.

Im Vormarsch: Michael Lang (l.) hielt sich als Verteidiger kein bisschen zurück, doch auch er sündigte in der ersten Hälfte im Abschluss.
Im Vormarsch: Michael Lang (l.) hielt sich als Verteidiger kein bisschen zurück, doch auch er sündigte in der ersten Hälfte im Abschluss.
Keystone
Gestolpert, aber nicht gefallen: Lyon, im Bild mit Lisandro Lopez (r.) musste gegen die Grasshoppers (Milan Vilotic) Hürden überspringen.
Gestolpert, aber nicht gefallen: Lyon, im Bild mit Lisandro Lopez (r.) musste gegen die Grasshoppers (Milan Vilotic) Hürden überspringen.
Keystone
Das vorgängige Handshake: GC-Trainer Michael Skibbe (l.) heisst seinen Antipoden Rémi Garde im Letzigrund willkommen.
Das vorgängige Handshake: GC-Trainer Michael Skibbe (l.) heisst seinen Antipoden Rémi Garde im Letzigrund willkommen.
Keystone
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Nach der unglücklichen 0:1-Niederlage in Lyon vor einer Woche agierte das Team von GC-Trainer Michael Skibbe im Letzigrund von Beginn weg entschlossen. Die Hoppers bemühten sich redlich, im Angriff fehlte es aber an der nötigen Durchschlagskraft.

Bis fast zuletzt konnte der Rekordmeister trotzdem davon träumen, den ungleich höher eingeschätzten Franzosen ein Bein zu stellen. Im Hinspiel waren sie ebenbürtig gewesen, konnten das Glück aber nicht auf ihre Seite zwingen. Gestern vor knapp 10'000 Zuschauern im Letzigrund waren sie über weite Strecken dominant, erspielten sich vier, fünf vielversprechende Torchancen, die besten nach der Pause durch Izet Hajrovic und dem eingewechselten Johan Vonlanthen. Doch das Tor erzielte schliesslich Lyon mit seinem zweiten ernstzunehmenden Torschuss. In der 82. Minute beendete Clément Grenier die Hoffnungen der Grasshoppers.

Der Hochkaräter wäre zu bezwingen gewesen

Für die Grasshoppers geht es damit in der Europa League weiter. Um dort die Gruppenphase zu erreichen, müssen die Zürcher eine Qualifikationsrunde überstehen. Am 22. und 29. August dürfte ihnen wieder ein beachtlicher Gegner gegenüberstehen, weil der Super-League-Zweite der letzten Saison bei der Auslosung vom Freitag nicht gesetzt ist. Hochkaräter wie Tottenham, Dynamo Kiew, Eintracht Frankfurt, FC Sevilla oder Fiorentina sind mögliche Gegner.

Lyon war auch als Hochkaräter angesehen worden. Schliesslich musste man aber bei GC gestern Abend sagen, der Gegner wäre schlagbar gewesen. Für Lyon sprach nicht viel mehr als einfach Glück, die paar Zentimeter, die im Hinspiel zweimal den GC-Treffer verhindert hatten. Ein Tor vor einer Woche war unter dem Strich das, was dem Schweizer Vertreter gefehlt hat. Denn mit diesem 0:1 aus dem Hinspiel war die Aufgabe gestern sehr delikat. Es ging für GC darum, das richtige Gleichgewicht zwischen Angriff und Defensive zu finden, um jeden Preis auch das Gegentor zu verhindern, dass sie sich nicht leisten konnten, weil dann wegen der Auswärtstorregel gleich drei eigene Treffer nötig wurden.

GC fand immer wieder Wege

Die Grasshoppers stellten sich angesichts der Ausgangslage clever an, standen kompakt, machten die Räume eng und nahmen die Duelle im Mittelfeld an. Bei Ballbesitz spielten sie geduldig und suchten ohne Hast die Lücke. Diese tat sich äusserst selten auf. Meistens standen neun, zehn Feldspieler vom siebenfachen französischen Meister hinter dem Ball. Es war ein Geduldsspiel, das GC gut beherrschte. Torchancen gab es selbstredend nicht im Minutentakt, aber doch in einer Menge, die ein Tor verdient hätte. In der 11. Minute sorgte ein Eckball für Gefahr, kurz vor der Pause musste Lyons Keeper Anthony Lopes gegen Michael Lang und Toko intervenieren. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel schoss Izet Hajrovic. Später flog auch noch ein Volley von Vonlanthen knapp übers Tor.

GC fand immer wieder mal Wege, um sich durchzuspielen. Vor allem Rechtsverteidiger Michael Lang gelang es bei diversen Spielzügen, für ein Übergewicht zu sorgen. Wie bereits im Hinspiel bewegten sich die beiden Teams auf Augenhöhe. Keine Selbstverständlichkeit: Schliesslich spielte der Schweizer Cupsieger gegen ein Team mit einem zehnmal höheren Budget. Das finanzielle Ungleichgewicht spiegelte sich während des 180-minütigen Duells zu keinem Zeitpunkt auf dem Feld wider.

Feltscher verdrängte Ngamukol

Bei GC wussten fast alle Spieler zu überzeugen. Die Innenverteidigung vor dem starken Roman Bürki war ohne Fehl und Tadel. Vero Salatic war ein intelligenter Lenker des GC-Spiels. Einzig Sturmspitze Frank Feltscher, der überraschend den Vorzug gegenüber Ngamukol erhielt, leistete sich einige Ballverluste zu viel.

Lyon, das im Hinspiel vor einer Woche das Glück bei zwei Schüssen an die eigene Torumrandung gehabt hatte, beschränkte sich in Zürich auf das Verwalten des glückhaft errungenen Vorsprungs. Nur phasenweise taten dies die Franzosen mit einer gewissen Souveränität, meistens wirkte ihr Auftritt behäbig. Torchancen für Lyon? Die erste gab es in der 56. Minute, als Alexandre Lacazette von der Strafraumgrenze in die Arme von Bürki schoss. Die zweite in der 82. Minute durch Grenier.

Das Telegramm: Grasshoppers - Lyon 0:1 (0:0)

Letzigrund. – Zuschauer. – SR Mateu Lahoz (Sp). – Tor: 82. Grenier 0:1.

Grasshoppers: Bürki; Michael Lang, Vilotic, Grichting, Pavlovic; Salatic; Hajrovic (79. Brahimi), Abrashi, Toko (69. Vonlanthen), Gashi; Feltscher (69. Ngamukol).

Lyon: Anthony Lopes; Miguel Lopes, Bisevac, Koné, Umtiti; Gonalons, Malbranque (76. Fofana); Grenier; Lacazette (80. Benzia), Danic; Lisandro Lopez.

Bemerkungen: GC ohne Ben Khalifa (gesperrt) und Caio (nicht spielberechtigt). Lyon ohne Ghezzal, Dabo, Vercoutre (alle verletzt), Gomis und Briand (beide nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 13. Miguel Lopes. 18. Hajrovic. 21. Toko. 31. Grenier. 58. Vilotic. 69. Pavlovic (alle Foul).

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