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Lugano lässt sich feiern

Mit einem 2:0 in Biel stellt der FC Lugano den Aufstieg in die Super League sicher. Für die Tessiner geht eine lange Leidenszeit zu Ende.

Hände hoch, Hosen runter: Lugano ist nach 13 Jahren wieder erstklassig.
Hände hoch, Hosen runter: Lugano ist nach 13 Jahren wieder erstklassig.

Der FC Lugano hat im Tessin in den letzten Wochen eine kleine Euphorie entfacht. Die letzten beiden Heimspiele gegen Servette und Chiasso hatten jeweils über 5000 Tifosi ins Stadio Cornaredo gelockt. Und am Pfingstmontag begleiteten einige hundert Fans die Mannschaft zum entscheidenden Auswärtsspiel nach Biel. Nach einem zähen Kampf konnten die Tifosi den Aufstieg mit dem obligaten Platzsturm feiern.

Salvatore Guarino und Orlando Urbano sorgten mit ihren Toren in der letzten halben Stunde für den erwarteten Sieg beim Tabellenletzten. Weil jedoch Servette, der letzte verbliebene Konkurrent um den Aufstieg, in seinem Heimspiel gegen Le Mont schon zur Pause 0:2 zurück lag (Schlussresultat 1:2), waren die Lugano-Fans in Biel schon nach der ersten Halbzeit in Feierlaune. Nie bestand die Gefahr, dass der Vorsprung von vier Punkten in der zweitletzten Runde kleiner werden würde.

Immerhin aber breitete der FC Biel den Tessinern nicht den roten Teppich aus. Die Seeländer, die jeden Punkt gegen den Fall in die Promotion League benötigen, hatten vor der Pause sogar die besseren Chancen für das Führungstor. Später wurde Lugano zwar stärker und verdiente sich den Sieg letztlich auch, doch hätte Biel mit etwas Glück auch einen Punkt gewinnen können: 13 Minuten vor dem Ende, beim Stande von 0:1, traf Aussenverteidiger Manière mit einem Kopfball nur die Latte.

Lugano ist zweifellos der richtige Aufsteiger in einer Challenge League, in der ein grosses Kaliber gefehlt hat. Wohlen, der Leader nach der Vorrunde, sowie Servette waren im letzten Saisondrittel nicht konstant genug - wohl auch deshalb, weil sie um ihre Lizenz-Probleme wussten und infrastrukturell (Wohlen) beziehungsweise finanziell (Servette) nicht in die Super League gehört hätten.

Lugano dagegen wurde immer stärker. Sieben der letzten acht Spiele gewann das Team von Trainer Livio Bordoli. Die Pläne für die Super League liegen ohnehin längst griffbereit in der Schublade von Präsident Angelo Renzetti. Das Budget soll in der nächsten Saison rund fünf Millionen Franken betragen und das Stadion mit rund 400'000 Franken für Spiele der höchsten Spielklasse flott gemacht werden.

Während die Tessiner feierten, drehten auch die Bieler eine Art Ehrenrunde. Sie verabschiedeten sich aus dem Stadion Gurzelen. Bald beziehen sie eine neue Arena. Ob sie sich auch aus der Challenge League verabschieden, entscheidet sich am kommenden Samstag. Im Auswärtsspiel gegen Schaffhausen braucht der Schweizer Meister von 1947 einen Sieg und muss auch auf einen Ausrutscher von Wil (gegen Lausanne) oder Chiasso (in Le Mont) hoffen. Zumindest Wil ist mit nur einem Punkt Reserve auf den letzten Platz ebenfalls akut gefährdet: Die Ostschweizer verloren in Wohlen in den Schlussminuten 0:2 und blieben zum elften Mal in Folge ohne Sieg.

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