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Lazio kürt Petkovic zum neuen Trainer

Der frühere YB-Trainer Vladimir Petkovic soll schon am Donnerstag einen Millionenvertrag beim Serie-A-Club Lazio Rom unterzeichnen. Sion muss sich einen neuen Coach suchen.

Von Bellinzona über Bern nach Rom: Vladimir Petkovic.
Von Bellinzona über Bern nach Rom: Vladimir Petkovic.
Keystone

Weniger als 72 Stunden nachdem er mit Sion den Klassenerhalt geschafft hatte, weilte Vladimir Petkovic am Donnerstag in Rom, wo er in Begleitung des albanischen Sportchefs Igli Tare das Trainingsgelände von Formello besichtigte. Am Donnerstag dürfte er jenen Vertrag unterschreiben, der ihm laut der «Gazzetta dello Sport» während zwei Saisons jeweils 600'000 Euro eintragen soll.

Clubpräsident Claudio Lotito ist offensichtlich gewillt, nach dem Abgang von Edy Reja das von Petkovic vorgezogene 3-4-3-System zu adaptieren. Das Engagement bei Lazio ist für Petkovic die Möglichkeit, nach dem Gastspiel bei Samsunspor in der Türkei, das nur bis Januar 2012 dauerte, tiefere Spuren zu hinterlassen. Als Vierter der abgelaufenen Serie-A-Saison haben die Römer einen Platz in der Europa League auf sicher.

Für Petkovic ist der Wechsel in die Serie A die grösste Herausforderung seiner Karriere. Die zweite Karriere des ehemaligen NLA-Spielers begann im Tessin und führte ihn via Bellinzona, Malcantone Agno, Lugano und erneut Bellinzona zu den Young Boys. Mit den Bernern wurde er zwischen August 2008 und Mai 2011 zweimal Zweiter hinter Basel. Der attraktive Stil gefiel der Mehrheit des Publikums, obwohl die ganz grossen Erfolge ausblieben. Unter anderem verlor YB den Cupfinal 2009 gegen Sion – mit 2:3 nach 2:0-Führung.

Erneute Trainersuche im Wallis

Sion wusste laut Präsident Christian Constantin schon bei der Verpflichtung Petkovics bis Ende Saison 2011/12 mit Option, dass diesem ein interessantes Angebot aus Italien vorlag. Constantin will sogar gewusst haben, dass Roberto Di Matteo und der Brasilianer Dunga Petkovics Konkurrenten um den Trainerposten bei Lazio waren. Constantins Suche nach einem Coach für sein Team geht damit nach nur vier Spielen, jenen gegen YB und Luzern sowie der Barrage gegen Aarau, erneut los. Immerhin ist sein Wunschkandidat Michel Decastel nun frei. Der Neuenburger, den er nach dem Abgang von Laurent Roussey engagieren wollte, ist bei Espérance Tunis mittlerweile entlassen worden.

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