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«Ich musste viele Schläge einstecken»

Basels abtretende Galionsfigur Marco Streller zeigt sich nach dem für ihn enttäuschenden Cupfinal als überaus fairer Verlierer.

«Mein Körper schmerzt seit zwei Jahren»: Marco Streller und die Qual nach der Niederlage. (Video: Sebstian Rieder)

Es war ein bitteres Ende für Marco Streller. Eine gute Viertelstunde vor Schluss humpelte der Basler Stürmer angeschlagen vom Platz, Sion führte zu diesem Zeitpunkt schon 3:0, und bei diesem Resultat blieb es auch. Streller muss so mit einer Niederlage seine Karriere beenden. Immerhin gabs warmen Applaus von den Rängen, auch vom prominenten Fan Roger Federer, der seinen FCB vor dem Match noch in der Kabine besucht hatte.

«Fussball ist meistens gerecht», sagte Streller am SRF-Mikrofon. «Mit Sion hat ganz klar das bessere Team gewonnen, die Walliser waren in allen Belangen überlegen. Da kann man nur den Hut ziehen.» Dass der FCB schon so lange als Meister festgestanden habe und deshalb wie bei den Bayern in Deutschland die Luft ein wenig draussen gewesen sei, dürfe man nicht als Entschuldigung gelten lassen.

Strellers faire Gratulation an die Sittener ist mit Blick auf eine Szene aus der ersten Halbzeit bemerkenswert. Léo Lacroix hatte dem Basler im Laufduell den Ellbogen gegen das Gesicht geschlagen, worauf dieser lange liegenblieb, ohne dass die Walliser deswegen den Ball ins Out gespielt hätten. «Ich musste heute viele Schläge einstecken, aber mein Körper schmerzt schon seit zwei Jahren», so Streller.

Christian Constantin, der streitbare Präsident des FC Sion, verneigte sich im Siegerinterview am Fernsehen vor Streller: «Ich gratuliere Marco zu allem, was er erreicht hat. Er hat uns ebenfalls gratuliert. Das zeigt, was für ein grossartiger Mensch er ist.»

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