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«Ich habe die Spieler nie zusammengestaucht»

10. Juni 1987, Schützenmatte: Im Playout-Hinspiel besiegen die Basler Wettingen gleich mit 7:0. Ein versöhnliches Ende – auch  für den abtretenden Helmut Benthaus.

Helmut Benthaus, wir beginnen das Gespräch mit einem Stichwort: Holthausen. Was fällt Ihnen spontan dazu ein?

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Wie sehr litten Ihre Eltern unter dem Krieg?

Trotz dieser schweren Zeit – waren Sie damals ein glückliches Kind?

Lebten Sie nicht in Angst – wegen der Bombenangriffe?

1945 endete der Krieg. Was passierte mit der Familie Benthaus?

Welche Rolle nahm da der Fussball in Ihrem Leben ein?

Und dann?

Mit dem grossen Trainer Max Merkel…

Anschliessend meldete sich der 1. FC Köln bei Ihnen.

Und welchen Status hatten Sie in Köln?

Wie wurden Sie dann doch auf den FC Basel aufmerksam?

Das war aber nicht das letzte Wort…

Wie ging es weiter?

Dieses Amt war 1965 in Fussball-Deutschland verboten!

Sie hatten zwei prominente Vorbilder: Bei Ihrer Ausbildung an der Sporthochschule Köln kreuzten sich die Wege mit Hennes Weisweiler. Und in der deutschen Nationalmannschaft war Ihr Chef der legendäre Sepp Herberger.

… der ganz Fussball-Deutschland prägte.

Was haben Sie von Weisweiler gelernt?

Sie haben insgesamt acht Länderspiele für Deutschland bestritten. Sind Sie mit dieser Bilanz zufrieden?

1965 zügelten Sie dann nach Basel.

Wussten Sie von Anfang an, was Sie als Spielertrainer zu tun hatten?

Mit wem man in Basel auch über Sie redet, alle sagen das Gleiche: Der Benthaus war unglaublich fit. Ihr Konditionstraining war weitherum gefürchtet, Ottmar Hitzfeld erzählt heute noch davon.

Das klingt nach einer Menge Arbeit.

Und im Angriff?

Hatten Sie ein goldenes Händchen?

Wie lauteten diese?

Erzählen Sie.

Ein anderer Spieler beim FCB, der nicht einfach zu führen war, hiess Karli Odermatt. Wie war das Verhältnis mit ihm?

Wann spürten Sie, dass Basel eine richtige Fussball-Hochburg werden könnte?

Zustände, die man sich heute nicht mehr vorstellen kann. Der jetzige FCB-Cheftrainer hat mindestens fünf Assistenten und Helfer …

Neben den vielen Titeln sorgten Sie vor allem auch dafür, dass der Fussball in Basel gesellschaftsfähig wurde, oder?

Was hat Sie sonst noch berührt?

Beim FCB haben Sie auch Ottmar Hitzfeld entdeckt, der als Trainer Weltkarriere machte. Macht Sie das stolz?

1980 bekamen Sie den Schweizerpass. Als Deutscher wurden Sie beim FCB mehrfach Schweizer Meister. Und 1984, mittlerweile beim VfB Stuttgart, feierten Sie als Schweizer die deutsche Meisterschaft. Das klingt doch völlig verrückt, oder?

Warum verliessen Sie 1982 den FCB?

Nach zwei Jahren in Stuttgart suchte der DFB 1984 als Nachfolger von Jupp Derwall einen neuen Teamchef. Sie waren der Favorit – und wurden es nicht. Weshalb?

Wo denn?

Stattdessen kehrten Sie 1985 zum FC Basel zurück. Weshalb?

War Ihr zweites Engagement in Basel ein Fehler?

Was meinen Sie damit?

Damit schlagen Sie elegant einen Bogen in die Neuzeit. Wie nehmen Sie als bald 83-jähriger Pensionär den heutigen Fussball wahr?

Macht sich der Fussball selbst kaputt?

Inwiefern?

Stört Sie das?

Sehen Sie gerne einem Selbstdarsteller wie Cristiano Ronaldo zu?

Sie sind regelmässiger Tribünengast im St.-Jakob-Park. Gehen Sie eigentlich mit guten Gefühlen ins Stadion?

Wie meinen Sie das?

Was passierte, damit sich diese unge­mütliche Situation änderte?

Und wie fit ist Helmut Benthaus heute noch?