Zum Hauptinhalt springen

HSV ist top, Bayern steckt in der Krise

Der HSV ist wieder Leader in der Bundesliga. Dagegen erlitten die Bayern mit dem 0:1 in Hannover einen weiteren Rückschlag.

Bayern ohne Fortune: Der Münchner Lahm vermag den Hannoveraner Stajner nicht zu stoppen.
Bayern ohne Fortune: Der Münchner Lahm vermag den Hannoveraner Stajner nicht zu stoppen.
Keystone

Nach einem Drittel der Bundesliga-Vorrunde findet sich der FC Bayern im Tabellen-Mittelfeld wieder. Der Meister bezog in der 6. Runde die zweite Niederlage innerhalb einer Woche.

In der letztjährigen Meistersaison erlitten die Bayern nur zwei Niederlagen (in Stuttgart und in Cottbus). Unter Coach Jürgen Klinsmann haben sie diese Wegmarke heuer schon zur Wies'n-Zeit nach 540 Meisterschaftsminuten erreicht. Dem 2:5-Flop vor Wochenfrist folgte am Samstag das 0:1 in Hannover. Der Ungar Szabolcs Huszti zirkelte in der 23. Minute einen Freistoss über die Mauer in die nahe Ecke. Bayerns Keeper Michael Rensing, schon beim Debakel gegen Bremen in der Sünder-(Haupt-)rolle, muss auch bei diesem Gegentor zumindest einen Teil der Schuld auf sich nehmen.

Eggimann fiel aus

Was auf den Rückstand folgte, waren monotone und langweilige Bemühungen der Bayern. Hannovers Keeper Robert Enke war nach zehn Gegentoren in den ersten fünf Spielen und vor allem nach den vier Treffern vor Wochenfrist in Leverkusen von den Medien als «Wächter einer Schiessbude» betitelt worden. Gegen Bayern musste er ganze zwei Schüsse halten. Bei der Harmlosigkeit der Münchner fiel es nicht ins Gewicht, dass die Hannoveraner mit delikaten Abwehrsorgen zu kämpfen hatten. Mario Eggimann zum Beispiel fiel aus, weil er im Abschlusstraining beim Zusammenprall mit einem Mitspieler eine Platzwunde erlitten hatte. Der Stollen des Kollegen riss eine tiefe Wunde ins Gesicht des Schweizers.

Klinsmanns schlimmes Fazit

Schwer verwundet sind die Bayern noch nicht, aber angeschlagen traten sie die Heimreise nach dem schwächsten Saisonstart seit 31 Jahren allemal an. «Es hat uns vieles gefehlt: Kreativität, Spielwitz und das Spiel ohne Ball», fasste Klinsmann die Leistung seiner Mannschaft zusammen. Dabei spielte nach der Pause Franck Ribéry erstmals nach seiner langwierigen Verletzung (Riss des Syndesmosebandes an der EM) mit zwei Operationen in der Bundesliga wieder mit. Doch auch der französische Ideengeber konnte die Stürmer Luca Toni und Miroslav Klose nicht lancieren.

Spektakel in Bremen

Das offensive Gegenstück zu den Bayern liefert derzeit Werder Bremen. Den fünf Toren in München liessen sie gegen Hoffenheim eine «Goleada» folgen und schlugen den Aufsteiger 5:4. Schon nach einer halben Stunde führten die Hanseaten 4:1. Doch vier Tage vor dem Spiel in der Champions League bei Inter Mailand war die Abwehr der Bremer nicht auf dem tollen Niveau der Angreifer und auch nicht auf der Höhe der kommenden schweren internationalen Aufgabe. Bis zur 70. Minute verspielte Werder so erstmals seit 42 Jahren in der Bundesliga einen Dreitore-Vorsprung. Salihovic, Ibisevic und Compper glichen für den spielstarken Aufsteiger aus. Und weil unmittelbar nach dem 4:4 Werders Verteidiger Per Mertesacker die Rote Karte sah, stand der Favorit sogar am Rande des Abgrunds. Aber acht Minuten vor dem Ende schoss der 20-jährige Mesut Özil mit seinem zweiten Treffer die Bremer doch noch zum Erfolg und auf Platz 3.

Petric sei Dank

Alleiniger Leader der Bundesliga ist der Hamburger SV. An die Spitze spielten sich die Norddeutschen dank Mladen Petrics 1:0- Siegestor gegen Borussia Mönchengladbach. Der frühere GC- und Basel- Stürmer traf mit dem Kopf nach einem Freistoss schon in der 11. Minute. In der Folge bot der HSV seinen Fans im ausverkauften Stadion dürftigen Sport an und zitterte sich dem Ende entgegen.

Frei stark, Magnin ausgewechselt

Alex Frei brauchte nach seiner Einwechslung 16 Minuten für den dritten Saisontreffer. Es war in der 73. Minute das 3:0- Schlussresultat für Dortmund gegen den VfB Stuttgart. Der Schweizer Stürmer zeigte bei seinem rund halbstündigen Einsatz eine gute Leistung. Schon nach wenigen Sekunden traf er in knapper Abseitsposition ins Tor, wenige Minuten später kam er zur nächsten grossen Chance, ehe es im dritten Anlauf klappte.

Als Frei, der Captain der Nationalmannschaft, in der 56. Minute eintrat, war Ludovic Magnin, der Vizecaptain, beim VfB Stuttgart schon nicht mehr dabei. Er stand zwar erstmals in dieser Saison in der Bundesliga in der Startformation, wurde in der Pause aber ausgewechselt. Bei den zwei Gegentoren war Magnin schuldlos, doch hatte der Romand Glück, dass der Schiedsrichter nach einem Foul von ihm an Blaszczykowski keinen Penalty für Dortmund pfiff.

si/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch