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Hitzfeld begnadigt Twitter-Sünder Morganella

Ottmar Hitzfeld setzt im Test gegen Griechenland am nächsten Mittwoch auf zwei Rückkehrer. Michel Morganella ist erstmals seit dem Twitter-Skandal bei Olympia dabei.

Zurück im Kreis des SFV: Michel Morganella.
Zurück im Kreis des SFV: Michel Morganella.
Keystone

Der Frankfurter Captain Pirmin Schwegler gehört ebenso zum 22-Mann-Aufgebot wie der erstmals nominierte Stürmer Haris Seferovic. Nach Granit Xhaka, Ricardo Rodriguez und Nassim Ben Khalifa ist der seit ein paar Tagen beim Serie-B-Verein Novara engagierte Seferovic der vierte U-17-Weltmeister von 2009, der ins A-Team aufgerückt ist.

Die Personalie Michel Morganella wird Diskussionen auslösen. An den vergangenen Sommerspielen in London hatte der Verteidiger mit einer unappetitlichen Twitter-Attacke einen Skandal verursacht. Nach der emotional aufwühlenden Partie gegen Südkorea (1:2) liess sich der Walliser zu einem verbalen Revanche-Foul der übleren Sorte hinreissen und beleidigte die Asiaten als «Bande von geistig Behinderten».

Morganellas Verstoss gegen den Ethik-Code des IOC war von Swiss Olympic und auch vom SFV sofort aufs Schärfste verurteilt worden. Hitzfeld selber kommentierte Morganellas verunglimpfende Botschaft im Juli 2012 in einer ersten Reaktion als unentschuldbar. Noch am selben Tag wurde ihm die Olympia-Akkreditierung entzogen. Die peinliche Affäre umrundete den Globus, das Image der Schweizer U-23-Auswahl wurde zumindest beeinträchtigt.

Knapp sieben Monate später wird der 23-Jährige von den Entscheidungsträgern des SFV begnadigt. Hitzfeld ist sich der Brisanz seiner Nomination bewusst, denkt aber, der junge Spieler habe sich eine zweite Chance verdient: «Morganella hat sich in der Nachbearbeitung sehr einsichtig gezeigt. Er hat das noch im August 2012 in einem berührenden Brief glaubhaft bekräftigt und bei allen betroffenen Instanzen schriftlich um Entschuldigung gebeten.»

Morganella selber liess seiner schweren Entgleisung in den letzten sechs Monaten sportlich einwandfreie Auftritte folgen. In der Serie A entwickelte er sich zum Fixstarter. Bei Palermo gehört er inzwischen zum Stamm – in 19 von 22 Runden stand der Schweizer von Beginn weg auf dem Platz. «Morganella hat diese Chance jetzt verdient», so Hitzfeld.

Das erste Aufgebot von Pirmin Schwegler nach fast zweijähriger Pause indes ist keine Überraschung. Der 25-Jährige ist in Frankfurt zur Schlüsselfigur aufgestiegen. Als Captain führte er die Eintracht im letzten Sommer zum Aufstieg in die Bundesliga und in dieser Saison auf Platz 4. Im defensiven Mittelfeld ist der Luzerner eine wertvolle Alternative.

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