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Guardiolas Farmteam in Spanien

Die Inhaber von Manchester City kaufen sich beim FC Girona ein. In den Hauptrollen: Pep und Pere Guardiola.

Dürfte seinen Blick in Zukunft wieder vermehrt Richtung Spanien richten: Pep Guardiola.
Dürfte seinen Blick in Zukunft wieder vermehrt Richtung Spanien richten: Pep Guardiola.
Keystone

Donnerstag England, Freitag Spanien: Tobi Olarenwaju Ayobami Kayode, kurz Larry Kayode, ist nigerianischer Stürmer. Zuvor noch bei Austria Wien engagiert, kaufte ihn Manchester City am 17. August für 4 Millionen Euro. Schon tags darauf wurde der 24-Jährige nach Spanien zu Girona ausgeliehen.

Dahinter stecken unter anderem Pere und Pep. Die beiden Brüder mit Nachnamen Guardiola sind nun auch beruflich miteinander verbunden. Das geht so: 88,6 Prozent der Vereinsaktien des FC Girona werden zu gleichen Teilen an die City Football Group (CFG) und die Girona Football Group verkauft.

Die CFG gehört den Scheichs aus Abu Dhabi, die auch Manchester City besitzen. Den Club, bei dem Pep Guardiola an der Seitenlinie steht. Die Girona Football Group auf der anderen Seite wurde eigens für diesen Deal gegründet. Ihr Oberhaupt: Pere Guardiola, der Spielerberater von Profis wie Andrés Iniesta oder Luis Suárez.

Profi- statt Juniorenfussball

Girona wird so etwas wie das Farmteam Manchester Citys. Praktisch, dass es auf diese Saison hin in die höchste spanische Liga aufstieg. So können sich die Jungtalente Manchesters 1500 Kilometer weiter südlich in der katalanischen Provinzhauptstadt für die Premier League empfehlen – und gleichzeitig Erfahrungen mit hochkarätigen Gegnern wie Atlético Madrid sammeln. Zum Saisonstart rang Girona dem Vorjahresdritten ein 2:2 ab.

Während in der Schweiz die Spieler, die es noch nicht in die Profimannschaften schaffen, oftmals bei den Junioren spielen müssen, ist die Idee des Farmteams auf höchstem Niveau nichts Neues: Red Bull hat seine Topmannschaft in Leipzig parkiert und füttert diese mit Topspielern aus Salzburg. So können die hohen Ablösesummen umgangen werden.

Die Verbindung zwischen Leipzig und Salzburg ist aber auch interessant für die Uefa, die die Red-Bull-Vereine einer strengen Prüfung unterzog. Vor diesem Hintergrund könnte Pere Guardiolas Girona Football Group nur dazu dienen, Citys Beteiligung im FC Girona unter 50 Prozent zu halten. Und so Probleme mit der Uefa zu umgehen, vor allem wenn sich Girona dereinst für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren sollte.

Eine andere Dimension

Schon bevor der Deal feststand, gab es Bewegung zwischen Katalonien und Manchester: Girona absolvierte ein Testspiel gegen City, ausserdem kam es alleine in diesem Sommer zu acht Spielerwechseln zwischen den beiden Clubs. Douglas Luiz zum Beispiel stiess zu City und wurde bald darauf nach Girona ausgeliehen. Der Brasilianer kostete 12 Millionen Euro. Das ist mehr als Gironas Budget der gesamten letzten Saison.

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