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Gigi Oeri: «Ich bin bei allen wichtigen Entscheidungsfindungen involviert»

Die ehemalige Präsidentin des FCB und Mitbegründerin der Scort Foundation ist zwar weniger präsent als zuvor, bestimmt die Projekte der Stiftung jedoch nach wie vor mit.

Von 2006 bis 2012 fungierte die Mäzenin Gigi Oeri als Präsidentin des FC Basel. Heute lebt sie in Basel und auf Ibiza.
Von 2006 bis 2012 fungierte die Mäzenin Gigi Oeri als Präsidentin des FC Basel. Heute lebt sie in Basel und auf Ibiza.
Andy Müller

Gigi Oeri, wie entstand die Idee für die Gründung der Scort Foundation und der FCSA?

Anlässlich des U-16-Turniers in Bad Ragaz, bei dem der FCB teilnahm, lernte ich Hanspeter Rothmund und Marc-Andre Buchwalder kennen. Hanspeter war der Organisator des Swiss U16 Cup und Marc Sportberater für die UN-Mission in Kosovo, Unmik. Dort entstand die Idee, Fussballclubs nachhaltiger in bestehende Entwicklungs- und Friedensförderungs-Projekte zu integrieren. Die beiden erarbeiteten daraufhin ein Konzept, welches Adolf Ogi und mir im Herbst 2006 präsentiert wurde. Wir waren beide begeistert und gründeten im direkten Anschluss die Scort Foundation, welche nunmehr seit Januar 2007 besteht.

Was sind die wichtigsten Entwicklungen, die die Stiftung seit 2007 erfahren hat?

Mit dem Umzug der Stiftung nach Basel wurde das Konzept ab 2010 noch gezielter verfolgt, die Nähe zum FC Basel intensiviert und eine grössere Beteiligung internationaler Fussballclubs erreicht. Ein weiterer Meilenstein der Scort Foundation ist die offizielle, globale Partnerschaft mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk und den zugehörigen Projekten in Jordanien, Ruanda, Mexiko und dem Libanon.

Was sind weitere mittel- und langfristige Ziele der Stiftung?

Die Scort Foundation wird sich weiter für die Ausbildung junger Frauen und Männer in Krisenländern einsetzen. Das Schaffen von echten Perspektiven sowie die Ausbildung mit Führungskompetenzen sind unglaublich wichtig für ein friedvolleres Miteinander. So gelingt es unseren ausgebildeten Coaches, den teils traumatisierten Kindern ein sicheres Umfeld zu schaffen, in welchem sich die Kinder gesund entwickeln können.

Wie viel Geld wird jährlich in die Ausbildung der Coaches investiert?

Insgesamt investieren wir jährlich seitens der Stiftung rund eine halbe Million Franken, allein in die Ausbildung der Coaches und deren Erziehung der Kinder. Dies variiert natürlich je nach Projektstandort und Beteiligungen weiterer Förderer an den Projekten. Dazu kommen noch zusätzlich die Eigenleistungen der beteiligten Clubs.

Inwiefern sind Sie als Präsidentin in die Prozesse der Stiftung involviert?

Durch meine vielen anderen Tätigkeiten bin ich weniger präsent als zuvor. Jedoch kann ich sagen, dass ich bei allen wichtigen Entscheidungsfindungen immer involviert bin.

Wie lange möchten Sie Ihr Amt als Präsidentin noch bekleiden?

Solange wir so tolle und nachhaltige Projekte weltweit auf die Beine stellen können und somit einen wichtigen Beitrag leisten, mache ich weiter. Im Übrigen kann ich mich auf einen engagierten Stiftungsrat und meinen hochgeschätzten Vizepräsidenten, Pierino Lardi, abstützen.

Wäre die Scort Foundation ohne Willy Schmid dort, wo sie heute ist?

Willy Schmid war seitens des FC Basel ein Mann der ersten Stunde. Der FCB hat Willy Schmid quasi seit Anbeginn als technischen Berater für die fussballerischen Ausbildungsinhalte sekundiert. Er hat natürlich einen grossen Anteil an der Entwicklung der sportlichen Seite des Ausbildungs-Curriculums und die Einbindung der Instruktoren unserer Partnerclubs. (bsc)

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