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Slapstick, VAR-Premiere und FCB-Sieg zum Auftakt

Basel startet mit einem 4:1 gegen Sion erfolgreich in die neue Spielzeit. Dabei profitieren die Basler auch vom Video-Schiedsrichter.

Oliver Gut
<i>Albian Ajeti erzielt das erste Tor der neuen Saison (Quelle: Teleclub Zoom).</i>

Es gibt Auftaktspiele in eine Saison, die von gegenseitigem Abtasten geprägt sind. Das Auftaktspiel des FC Basel beim FC Sion gehört nicht in diese Kategorie. Der Gast vom Rhein gewinnt es mit 4:1. Er tut es, weil er sich effizienter zeigt als der Gegner. Aber auch, weil er als erste Mannschaft in der Geschichte des Schweizer Ligafussballs vom Video-Referee profitiert. Und auch deshalb, weil die Walliser ein Eigentor erzielen, wie es selten vorkommt: Besser als Sion-Verteidiger Bamert kann man den Rückpass in der 72. Minute nicht spielen – wie es Anton Mitrjuschkin trotzdem schafft, ihn ins Tor kullern zu lassen, wird der russische Goalie der Walliser wohl selbst nie verstehen.

Mitrjuschkin mit dem Eigentor (Quelle: Teleclub Zoom).

Es ist das zwischenzeitliche 3:1, das den Deckel auf diese Partie macht. Dass danach auch noch FCB-Neu-Captain Valentin Stocker trifft, ist nur von statistischem Wert. Die Basler gewinnen erstmals seit drei Jahren (und einem 3:0 zuhause gegen Sion) wieder zum Meisterschaftsstart – und stehen damit erstmals seit dem Ende jener Saison auch wieder an der Spitze der Super-League-Tabelle. Das sagt viel über die vergangenen zwei Spielzeiten der Rotblauen aus. Aber wenig über ihre Perspektiven in den nächsten Monaten. Zumal auch die 90 Minuten im Wallis trotz des letztlich deutlichen Resultats keinen durchwegs souveränen, gefestigten FCB gesehen haben.

VAR kommt zum Einsatz

Sion ist trotz zwischenzeitlichen Rückstands – Albian Ajeti trifft in der 22. Minute mit der ersten guten Basler Chance – in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Aber die Gastgeber scheitern mit einer Ausnahme (Luan/35.) an sich, an FCB-Goalie Jonas Omlin oder an der neuen Gerechtigkeit: In der 45. Minute entscheidet Referee Sandro Schärer zunächst auf einen Elfmeter, nimmt diesen Entscheid aber nach Konsultation der Videobilder zurück: Omlin hat den Ball korrekt vor Ndoye geklärt.

Der erste Einsatz des VAR in der Super League (Quelle: Teleclub Zoom)

Für einen anderen besonderen Moment sorgt danach auch Schweiz-Rückkehrer Valon Behrami: Zuvor überzeugend, spielt er in der eigenen Platzhälfte einen leichten Pass in die Füsse von Luca Zuffi, worauf diesem via Ajeti das 2:1 für den FCB gelingt. Es ist in der 52. Minute die neuerliche Führung für die Gäste, die bis dahin auch gut hätten in Rückstand liegen können. Aber es ist «dank» Mitrjuschkin nicht der gravierendste Fehler eines insgesamt unterhaltsamen Fussball-Abends.

Die Trainer der Super-League-Clubs:

Marcel Koller (58, FC Basel): seit 2. August 2018 im Amt. Im Sommer stand er beim FCB schon kurz vor der Entlassung. Wie lange kann er sich noch in Basel halten?
Marcel Koller (58, FC Basel): seit 2. August 2018 im Amt. Im Sommer stand er beim FCB schon kurz vor der Entlassung. Wie lange kann er sich noch in Basel halten?
Andy Mueller/freshfocus
Stéphane Henchoz (44, FC Sion): neu. Henchoz wiederum hat sich, nachdem sein Vertrag in Neuenburg nicht verlängert wurde, auf das Abenteuer Sion eingelassen. Es bleibt abzuwarten, ob er die Saison auch als Cheftrainer bei den Wallisern beenden wird.
Stéphane Henchoz (44, FC Sion): neu. Henchoz wiederum hat sich, nachdem sein Vertrag in Neuenburg nicht verlängert wurde, auf das Abenteuer Sion eingelassen. Es bleibt abzuwarten, ob er die Saison auch als Cheftrainer bei den Wallisern beenden wird.
Claudio de Capitani/freshfocus
Fabio Celestini (43, FC Lugano): seit 3. Oktober 2018 im Amt. Er führte die Tessiner in der vergangenen Saison in die Gruppenphase der Europa League. Wie weit wird dort der Weg des FC Lugano führen?
Fabio Celestini (43, FC Lugano): seit 3. Oktober 2018 im Amt. Er führte die Tessiner in der vergangenen Saison in die Gruppenphase der Europa League. Wie weit wird dort der Weg des FC Lugano führen?
Andy Mueller/freshfocus
Ludovic Magnin (40, FC Zürich): seit 20. Februar 2018 im Amt. Mit dem FCZ gelangen Magnin in der Rückrunde der letzten Spielzeit nur fünf Siege. Bleiben die Zürcher auch in der neuen Saison hinter ihren Ansprüchen zurück, wird Präsident Ancillo Canepa reagieren müssen.
Ludovic Magnin (40, FC Zürich): seit 20. Februar 2018 im Amt. Mit dem FCZ gelangen Magnin in der Rückrunde der letzten Spielzeit nur fünf Siege. Bleiben die Zürcher auch in der neuen Saison hinter ihren Ansprüchen zurück, wird Präsident Ancillo Canepa reagieren müssen.
Claudio Thoma/freshfocus
Alain Geiger (58, Servette): seit 1. Juli 2018 im Amt. Geiger hat die Genfer zurück in die Super League geführt. Doch was reisst der Aufsteiger bei seiner Rückkehr?
Alain Geiger (58, Servette): seit 1. Juli 2018 im Amt. Geiger hat die Genfer zurück in die Super League geführt. Doch was reisst der Aufsteiger bei seiner Rückkehr?
Pascal Muller/freshfocus
Peter Zeidler (56, FC St. Gallen): seit 1. Juli 2018 im Amt. Zeidler muss den Abgang seiner beiden besten Liga-Torschützen (Vincent Sierro, Tranquillo Barnetta) verkraften. Was liegt für die Mannschaft von Zeidler drin, die die letzte Saison auf dem 6. Tabellenrang abschloss?
Peter Zeidler (56, FC St. Gallen): seit 1. Juli 2018 im Amt. Zeidler muss den Abgang seiner beiden besten Liga-Torschützen (Vincent Sierro, Tranquillo Barnetta) verkraften. Was liegt für die Mannschaft von Zeidler drin, die die letzte Saison auf dem 6. Tabellenrang abschloss?
Claudio Thoma/freshfocus
Thomas Häberli (45, FC Luzern): seit 21. Februar 2019 im Amt. Er freut sich über eine neue Nummer 1 im Tor. Marius Müller von RB Leipzig soll der ersehnte Rückhalt der Mannschaft sein.
Thomas Häberli (45, FC Luzern): seit 21. Februar 2019 im Amt. Er freut sich über eine neue Nummer 1 im Tor. Marius Müller von RB Leipzig soll der ersehnte Rückhalt der Mannschaft sein.
Martin Meienberger/freshfocus
Marc Schneider (38, FC Thun): seit 1. Juli 2017 im Amt.  Er ist aktuell der dienstälteste Trainer in der Super League. Seit nunmehr zwei Jahren lenkt er die Geschicke der Thuner.
Marc Schneider (38, FC Thun): seit 1. Juli 2017 im Amt. Er ist aktuell der dienstälteste Trainer in der Super League. Seit nunmehr zwei Jahren lenkt er die Geschicke der Thuner.
Claudio de Capitani/freshfocus
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Sion – Basel 1:4 (1:1) Tourbillon. – 11’000 Zuschauer. – SR Schärer.

Tore: 22. Ajeti 0:1. 35. Luan 1:1. 51. Zuffi 2:1. 73. Mitryushkin (Eigentor) 1:3. 81. Stocker 1:4.

Sion: Mitryushkin; Ndoye, Kouassi (51. Bamert), Ruiz (76. Grgic); Lenjani, Behrami, Zock, Maceiras; Kasami; Fortune (67. Itaitinga), Luan.

Basel: Omlin; Widmer, Alderete, Cömert, Petretta (44. Xhaka); Frei, Balanta; Stocker, Zuffi (83. Van Wolfswinkel), Okafor (80. Bua); Ajeti.

Bemerkungen: Sion ohne Fayulu, Khasa und Raphael (alle verletzt). Basel ohne Kuzmanovic, Tushi (beide verletzt) und Vonmoos (krank). – Verwarnungen: 55. Stocker (Foul). 60. Cömert (Foul). 71. Okafor (Schwalbe). – 5. Lattenschuss Cömert. 87. Pfostenschuss Zock.

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Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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