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GC-Roulette mit Skibbe

Michael Skibbes Ernennung als Cheftrainer der Grasshoppers ist ein Stilwechsel. Kann das gut gehen? Zweifel sind vorhanden.

Ob das funktioniert? GC-Präsident André Dosé (r.) und der neue Trainer Michael Skibbe anlässlich der Präsentation in Niederhasli.
Ob das funktioniert? GC-Präsident André Dosé (r.) und der neue Trainer Michael Skibbe anlässlich der Präsentation in Niederhasli.
Keystone

Was man hört und in Erfahrung bringen kann: ein seriöser Schaffer, analytisch denkend, für den Fussball sehr viel Theorie ist und immer auch aus Zahlen besteht. Er lässt sich jeweils genau errechnen und aufzeigen, was ein Spieler auf dem Rasen geleistet hat, in Metern und in Minuten, was und wann und wie; er sei ein Ausbildner, der Junge fördert, und er wirkt immer sehr ernsthaft, etwas verbissen, eher gequält, nur selten sieht man ihn entspannt, fast gar nie lächelnd. Immer sachlich.

Was seine Vergangenheit zeigt: Als Assistent von Rudi Völler war er bei der WM 2002 mit Deutschland Zweiter. Als Chef einer Mannschaft holte er bisher keine Titel, kann er keine Erfolge aufzählen, gab es aber immer wieder Trennungen, wie allerdings bei den meisten Trainern, die schnellste in Berlin nach nur 52 Tagen, nicht viel länger blieb er zuletzt in der Türkei. Immerhin: Als seinen Namen einst über den engeren Kreis in Dortmund hinaus niemand kannte, machte ihn die Borussia in der Bundesliga zum Chef und damals Nachfolger des bekannten Italieners Nevio Scala. Mit 32 Jahren.

Aber was man sich fragt, wie immer, wenn ein Neuer kommt, einer, der zwar nicht unbekannt ist, aber trotzdem wenig ausstrahlt: Kann Michael Skibbe der Richtige für die Grasshoppers sein? Nach Uli Forte, der zwar streng, aber auch sehr kumpelhaft war, manchmal ein Yuppie, gleichzeitig aber eine Autorität, zehn Jahr jünger, für die Spieler ein Freund und doch Lehrer? Es ist ein Stilwechsel.

Zweifel sind vorhanden. Aber die waren vor einem Jahr auch bei Forte da. Sind es fast immer. Weil Trainersuche irgendwie auch Roulette ist, Rot oder Schwarz? Die Antwort gibt der Totomat. Schon bald.

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