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Die Grasshoppers jubeln spät

Lange sah es in Zürich nach einem Sieg für Sion aus. Doch die Schlussminuten änderten alles.

Am Ende jubelt GC: Caio schiesst sein Team nach 87. Minuten in Führung und dreht damit die Partie gegen Sion endgültig.
Am Ende jubelt GC: Caio schiesst sein Team nach 87. Minuten in Führung und dreht damit die Partie gegen Sion endgültig.
Walter Bieri, Keystone
Später Ausgleich: Aus dem Nichts kommt Tabakovic an den Ball und kann in den Schlussminuten ausgleichen.
Später Ausgleich: Aus dem Nichts kommt Tabakovic an den Ball und kann in den Schlussminuten ausgleichen.
Walter Bieri, Keystone
Früher Jubel: Bereits nach 16. Minuten schiesst Bia die Gäste aus Sion in Führung.
Früher Jubel: Bereits nach 16. Minuten schiesst Bia die Gäste aus Sion in Führung.
Walter Bieri, Keystone
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Am Tag nach dem deprimierenden 0:3 in Istanbul im Europa-League-Playoff gegen Fenerbahce räumte Pierluigi Tami in einem einem Interview mit der NZZ ein, dass sich sein Team in einer schwierigen Phase befinde.

Dass sich die Lage nicht weiter verschärfte, verdankten die Hoppers einer beeindruckenden Wende im Finish innerhalb von drei Minuten. Joker Haris Tabakovic erzwang per Kopf den Ausgleich, ehe Caio mit dem 2:1 in der 87. Minute den kaum mehr für möglich gehaltenen Umschwung ermöglichte.

GC lange harmlos

Lange deutete wenig auf ein Ende der drei Spiele umfassenden Negativserie hin. GC enttäuschte, den Stadtzürchern fehlte im Duell mit dem Tabellenletzten bis zum späten Effort nahezu alles zu einem Ausweg aus der ungemütlichen Situation. Den Gästen hatte ein einziger Konter zum vorübergehend maximalen Ertrag genügt. Dank Geoffrey Bia führten die Walliser, bis GC-Topskorer Caio mit seinem sechsten Tor das Drehbuch komplett zu Gunsten der Equipe von Tami veränderte.

Constantin übernimmt Trainerrolle

Geldgeber, Präsident, Trainer ad interim. Christian Constantin führt den FC Sion nach Lust und Laune. Seit er sich von Didier Tholot getrennt hat, leitet der Klubpatron im Polo-Shirt auch die Trainingseinheiten der nicht ganz billigen Mannschaft. Für "CC" ist Erfolg keine Frage des Diploms, um fehlende Lizenzen sorgt sich der Sittener Alleinherrscher nicht.

Einfluss nimmt Constantin so oder so. Deshalb ist es angesichts seiner Prinzipien eigentlich nur konsequent, dass er sich bis zur Wahl der 38. Coaching-Lösung seit seinem Wiedereinstieg 2003 gleich selber als Hauptverantwortlicher auf die Bank setzte.

Dass sich seine Equipe in Zürich in der Schlussphase überaus naiv verhielt und sich innerhalb von drei Minuten den Sieg entreissen liess, wird das Selbstbewusstsein Constantins kaum schmälern.

Grasshoppers - Sion 2:1 (0:1)

Letzigrund, 4800 Zuschauer. - SR Schärer. – Tore: 16. Bia (Fernandes) 0:1. 84. Tabakovic (Lavanchy) 1:1. 87. Caio (Munsy) 2:1.Grasshoppers: Vasic; Lavanchy, Bamert, Pnishi, Antonov; Basic, Källström; Caio, Brahimi (46. Munsy), Andersen (60. Gjorgjev); Kamberi (74. Tabakovic).Sion: Mitrjuschkin; Lüchinger, Lacroix, Ziegler, Zverotic; Bia (53. Salatic), Mveng, Sierro, Akolo (60. Carlitos); Fernandes; Konaté (76. Gekas).Bemerkungen: GC ohne Barthe (nicht im Aufgebot), Sion ohne Fickentscher, Mboyo, Boka, Pa Modou, Assifuah, Follonier, Ndoye, Cmelik (alle verletzt), Léo, Zeman (beide nicht im Aufgebot). 86. Pfostenschuss von Fernandes. Verwarnungen: 61. Salatic, 90. Mveng (beide Foul).

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