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Frankreich und Domenech gegen Serbien unter Druck

Schon am zweiten Spieltag der WM-Qualifikation stehen grosse Nationen wie Frankreich (gegen Serbien) oder Italien (gegem Georgien) unter Druck. Deutschland will in Finnland den perfekten Start zur Kampagne realisieren.

Während Lippi zumindest nicht unmittelbar um seinen Job fürchten muss, droht Raymond Domenech mit einem Punktverlust gegen Serbien, bei dem der Ex-Basler Zdravko Kuzmanovic wohl in der Startformation stehen wird, das vorzeitige Ende seiner Amtszeit. Der intellektuelle Coach war bereits nach der für Frankreich desaströsen Euro in die Kritik geraten. Ihm wurde Alain Boghossian, ein Weltmeister von 1998, als Assistent zu Seite gestellt. Von der «Equipe tricolore» werden seitens der Verbandsführung – gemäss unbestätigten Medienberichten allerdings – fünf Punkte aus den ersten drei Partien gefordert. Nach der aus französischer Sicht peinlichen 1:3-Niederlage zum Auftakt in der Gruppe sieben gegen Österreich benötigen die Franzosen im Stade de France einen Sieg, um wieder auf Kurs zu kommen.

«Wenn wir Serbien nicht schlagen, dann wird es Zweifel um unsere Qualifikation geben», erklärte Patrice Evra. Der Aussenverteidiger von Manchester United stand wie seine Kollegen in der Abwehr, die in den letzten vier Spielen elf Gegentreffer zuliess, nach der Niederlage in der Kritik. Im Besonderen richtete sich der französische Unmut auf Philippe Mexès. Der Römer stand mit seinen Fouls am Ursprung aller drei Gegentreffer – mit dem unrühmlichen Höhepunkt seines Tacklings in Rugby-Manier gegen Marc Janko, das zum Penalty geführt hatte.

In dieser Gruppe steht auch EM-Teilnehmer Rumänien nach der 0:3-Niederlage zuhause gegen die überraschenden Litauer unter Druck. Jedoch sollte trotz zahlreicher Verletzter ein Erfolg gegen die Färöer zu realisieren sein. Zum überraschenden Spitzenkampf treffen sich in Marjampole Litauen und Österreich.

Italien mit Verletzungssorgen

Titelverteidiger Italien begann die Kampagne in der Gruppe 8 mit einem erst in letzter Minute gesicherten 2:1-Erfolg gegen Zypern. In Udine erwartet die «Squadra Azzurra» nun das von Kriegswirren geplagte Georgien, das am Samstag in Mainz gegen Irland verloren hat. Marcello Lippi fehlen zahlreiche Titulare. Alessandro Gamberini, Fabio Grosso und Gennaro Gattuso verlängerten in den letzten Tagen die Verletztenliste.

Ohne grössere Probleme starteten Europameister Spanien (1:0 gegen Bosnien-Herzegowina), Portugal (4:0 gegen Malta) und Deutschland (6:0 gegen Liechtenstein) in die Qualifikation. Die Spanier empfangen in der Gruppe 5 Aussenseiter Armenien, derweil mit der Türkei und Belgien zwei Sieger des ersten Spieltags im direkten Vergleich stehen. In der Gruppe 1 treffen die Portugiesen auf Dänemark, das mit einem enttäuschenden 0:0 gegen Ungarn gestartet ist. Ebenfalls nicht über ein torloses Remis kam Schweden in Albanien hinaus.

Mit breiter Brust reisen die Deutschen nach Finnland. Joachim Löw sprach nach dem höchsten Startsieg in eine Qualifikation von einer «Klasse Leistung» und will auch in Helsinki sein Team offensiv ausrichten. Den Finnen fehlen in ihrem ersten Qualifikationsspiel gleich mehrere Stammspieler. Der FCZler Hannu Tihinen erholt sich von einer Gehirnerschütterung, Altstar Jari Litmanen ist krank, und der gefährliche Angreifer Alexej Eremenko wurde nach Fahren in angetrunkenem Zustand nicht aufgeboten. Nun soll ausgerechnet der in Deutschland geborene und aktuell für Hannover spielende Mikael Forssell Finnlands gefährlichste Offensivwaffe gegen die Deutschen sein.

si/jr

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