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Ferguson fürchtet die Überheblichkeit

Der Trainer von Manchester United warnt seine Spieler vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League eindringlich davor, den vermeintlich leichten Gegner Schalke 04 zu unterschätzen.

Manchesters Trainer Alex Ferguson beaufsichtigt seine Spieler beim Training in der Gelsenkirchener Veltins-Arena.
Manchesters Trainer Alex Ferguson beaufsichtigt seine Spieler beim Training in der Gelsenkirchener Veltins-Arena.
Keystone
Wayne Rooney und Rio Ferdinand auf der legendären Rolltreppe im Schalker Stadion.
Wayne Rooney und Rio Ferdinand auf der legendären Rolltreppe im Schalker Stadion.
Keystone
Trainer Ralf Rangnick setzt grosse Hoffnungen in Champions-League-Topskorer Raúl.
Trainer Ralf Rangnick setzt grosse Hoffnungen in Champions-League-Topskorer Raúl.
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Auf dem Papier ist Schalke 04 für Manchester United das weit bessere Los als Real Madrid oder der FC Barcelona, die den zweiten Finalisten in der Königsklasse ermitteln. Doch gerade deshalb ist Sir Alex Ferguson vor dem heutigen Match in Gelsenkirchen beunruhigt. Der starke Mann bei der United weiss nur zu gut, dass sein Klub in den letzten 15 Jahren schon zweimal unerwartet an einem deutschen Vertreter scheiterte: 1997 an Ottmar Hitzfelds Dortmundern und 2002 an Bayer Leverkusen. Zudem verweist er auf die Heimstärke des Bundesliga-Zehnten: «Schalke hat in dieser Saison zu Hause jeden Gegner geschlagen, darunter auch Valencia und Inter.» Gegen den Vorjahressieger aus Mailand setzten sich die Schalker mit dem Gesamtskore von 7:3 durch. Es gebe für Manchester United also keinen Grund, die Deutschen zu unterschätzen.

Die Schalker fühlen sich in der Rolle des selbstbewussten Aussenseiters pudelwohl. Trainer Ralf Rangnick, der das Team vom glücklosen Felix Magath übernommen hat, glaubt, dass Schalke zwar weniger Erfahrung als Manchester United besitze, dafür aber den grösseren Siegeshunger: «Ich habe meinen Spielern diesen Hunger in den Spielen gegen Inter angesehen, ich hoffe, dass uns das wieder nützen wird.» Für Schalkes Superstar Raúl ist seine Mannschaft in der Königsklasse ein anderes Kaliber als in der heimischen Meisterschaft. «Wir haben hier stark gespielt, Fortschritte erzielt und auch viel Selbstbewusstsein gewonnen», erklärt der Spanier in einem Interview mit dem «Guardian».

Raúl warf ManU schon zweimal aus der Champions League

Manchesters Goalie Edwin van der Sar ortet Raúl als grössten Gefahrenherd aufseiten von Schalke 04: «Er ist sagenhaft und nicht umsonst der beste Champions-League-Torschütze aller Zeiten. Er braucht nur den Hauch einer Chance, um einen Treffer zu erzielen. Bei ihm ist höchste Vorsicht geboten.» Raúl hat gute Erinnerungen an ManU. In den Jahren 2000 und 2003 traf er mit Real Madrid jeweils in den Achtelfinals auf die Engländer und schoss diese mit jeweils zwei Toren aus dem Wettbewerb.

Die englische Presse hat derweil grössten Respekt vor Schalkes Schlussmann Manuel Neuer. Manchesters Sturmduo Wayne Rooney und Javier Hernández müsse es unbedingt vermeiden, den deutschen Nationaltorhüter mit Distanzschüssen warmzuschiessen. Sonst laufe der Premier-League-Leader Gefahr, dass Neuer in einen wahren Rausch gerate und schlicht alles halte. Dass Neuer bei seinem Klub ein Thema sei, dementierte ManU-Trainer Ferguson derweil mit einem trockenen «No».

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