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FCZ verliert auch gegen effizienten Leader

Dank aussergewöhnlichen Effizienz wahrt St. Gallen auch im zehnten Saisonspiel seine Ungeschlagenheit. Der Leader kommt beim 2:0 zum ersten Auswärtssieg gegen den FCZ seit Mitte April 2005.

Der Lapsus: Dzengis Cavusevic kann den Ball von FCZ-Goalie David Da Costa abfangen und später Torschütze Oscar Scarione bedienen.
Der Lapsus: Dzengis Cavusevic kann den Ball von FCZ-Goalie David Da Costa abfangen und später Torschütze Oscar Scarione bedienen.
Keystone

Der FC St. Gallen hatte im Letzigrund eine erste Halbzeit abgeliefert, die an Absurdität kaum zu überbieten war. Erfrischend nach vorne spielte der FCZ, nicht der Leader. Chancen erspielte sich ausschliesslich das Heimteam. Allein Josip Drmic fiel bis zur 20. Minute dreimal auf – jedoch nie als Torschütze. Vorwiegend nach langen Bällen über die neu formierte St. Galler Innenverteidigung (Montandon/Besle) hinweg deckte Zürich einige Male Unsicherheiten der bis dahin sehr passiven Gegner auf. Allen Umständen zum trotz ging der Tabellenführer mit einem 1:0-Vorsprung in die Pause. Verursacht durch einen unfassbaren Fehler von David da Costa.

Was der FCZ-Goalie unmittelbar vor dem Gegentreffer bezwecken wollte, weiss nur er selber. Jedenfalls landete ein Abspiel nach einer Ballrückgabe genau in den Füssen von Dzengis Cavusevic, der Slowene brauchte nur noch quer auf Oscar Scarione zu legen. Einfacher hätte Letzterer kaum zu seinem fünften Saisontor kommen können. «Ich wollte den Ball chippen», erklärte Da Costa seinen sprichwörtlichen Fauxpas. «Die Niederlage geht klar auf meine Kappe.»

Die Effizienz des Neulings

Ein Vorstoss in den gegnerischen Strafraum, ein Tor: Derart effizient hatte sich Jeff Saibene den ersten Auftritt im Letzigrund innerhalb von fünf Tagen – am kommenden Montag spielt St. Gallen gegen die Grasshoppers – wohl vorgestellt. Dass St. Gallen als Aufsteiger und bemerkenswerter Leader auch die zehnte Runde ungeschlagen überstand, stellte Cavusevic sicher. In der 55. Minute zeigte sich der Slowene nach Vorlage von Scarione geistesgegenwärtiger als FCZ-Verteidiger Berat Djimsiti und schob zum 2:0 ein.

Für zwei Tore und den fünften Sieg in Serie brauchte St. Gallen drei Chancen, der FCZ wurde für seine hochgradig ineffiziente Spielweise vor der Pause gnadenlos bestraft. Das Team von Rolf Fringer, das sich nach dem 0:2 aufgab, hat nun dreimal in Folge nicht mehr gewonnen. Und dazu seit 325 Minuten auch kein Tor mehr erzielt.

Schwache Genfer Offensive

Servette bleibt in der laufenden Saison sieglos. Die Genfer velieren das Westschweizer Derby gegen Lausanne vor eigenem, allerdings spärlich erschienenen Anhang mit 0:1. Für die Szene des Abends sorgte der Kongolese Chris Malonga, der mit einer schönen Einzelaktion in der 25. Minute für die Entscheidung sorgte. Es war der einsame Höhepunkt im Lausanner Spiel. Ansonsten beschränkten sich die Gäste aufs Nötigste, auch weil sie ab der 50. Minute und der Gelb-roten Karte gegen Nicolas Marazzi mit einem Spieler weniger auskommen mussten.

Servette war bemüht. Doch das Team von Sébastien Fournier tat sich schwer, seine Aktionen mit Tempo durchzuziehen. Alles, was die Genfer taten, wirkte schwerfällig. Nur bei Standardsituation sorgten sie regelmässig für Gefahr vor dem gegnerischen Tor – mit Eckbällen, Freistössen und in der 27. Minute mit einem Penalty. Der Elfmeter, nach einem streng geahndeten Handspiel von Jérome Sonnerat, setzte Eudis an den Pfosten. Servette wartet nun seit 435 Minuten auf einen Treffer, dem vierten in der laufenden Super-League-Saison.

Zürich - St. Gallen 0:2 (0:1). Letzigrund. - 10'666 Zuschauer. - SR Gremaud. - Tore: 14. Scarione (Cavusevic) 0:1. 55. Cavusevic (Scarione) 0:2. Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Djimsiti, Teixeira, Benito; Glarner (66. Schönbächler), Kukeli, Buff, Chiumiento (74. Pedro Henrique); Drmic (87. Frimpong), Gavranovic. St. Gallen: Lopar; Mutsch, Montandon, Besle, Hämmerli; Mathys (90. Nushi), Nater, Janjatovic, Regazzoni; Scarione (79. Schönenberger); Cavusevic (74. Etoundi). Bemerkungen: Zürich ohne Beda, Chermiti, Chikhaoui (alle verletzt) und Kajevic (rekonvaleszent), St. Gallen ohne Ivic, Lehmann und Pa Modou (alle verletzt). 7. Lopar lenkt Schuss von Drmic an die Latte. 25. Pfostenschuss von Drmic. 79. Scarione verletzt ausgeschieden. Verwarnungen: 17. Nater. 46. Buff. 51. Philippe Koch (alle wegen Fouls). 60. Cavusevic (Unsportlichkeit). 87. Schönenberger (Foul).

Servette - Lausanne 0:1 (0:1). Stade de Genève. - 6737 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tor: 25. Malonga 0:1. Servette: Gonzalez; Routis, Kusunga, Schneider, Rüfli; Kouassi, Pont; Tréand, Pasche (66. Mbabu), Lang; Eudis (79. Ramizi). Lausanne: Favre; Chakhsi, Katz, Sonnerat, Facchinetti (24. Kamber); Rodrigo; Malonga (89. Meoli), Marazzi, Gabri, Khelifi; Roux (56. Sanogo). Bemerkungen: Servette ohne Schlauri, Mfuyi, Moubandje, De Azevedo, Karanovic, Gissi, Diallo, Barroca und Pizzinat (alle verletzt). Lausanne ohne Tall, Avanzini, Guié Guié und Lavanchy (alle verletzt). 27. Eudis schiesst Penalty an den Pfosten. 50. Gelb-rote Karte gegen Marazzi. Verwarnungen: 38. Tréand. 45. Marazzi. 64. Schneider (alle Foul). 73. Kusunga. 73. Favre. 85. Lang (alle Unsportlichkeit).

si/fal

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