FC Basel: Dritter Sieg im dritten Spiel

Zum Abschluss des Trainingslagers am Tegernsee bezwingt der FCB den 1. FC Nürnberg 4:0. Damit bleiben die Basler in der Saison-Vorbereitung ungeschlagen.

Blas Riveros erzielt das Tor zum 0:1 gegen den FC Nürnberg.

Blas Riveros erzielt das Tor zum 0:1 gegen den FC Nürnberg.

(Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Am Ende ist es ein Schaulaufen. Der FC Basel macht, was er will. Es gelingt ihm beinahe alles, dem Gegner aus Nürnberg hingegen nichts.

«Es war ein positiver Abschluss», sagte Marcel Koller über das, was er am Mittwoch Abend gesehen hatte. 4:0 bezwang der FCB den Bundesliga-Absteiger und feierte damit nach dem 4:2 über Kriens und dem 5:1 über 1860 München den dritten Testspielsieg in der ebenso vielten Freundschaftspartie.

Wechel nach der Pause

Dabei richteten es diejenigen zehn Feldspieler, die in der ersten Hälfte noch auf der Bank gesessen hatten. Einzig Goalie Jonas Omlin durfte 90 Minuten durchspielen. Gegenüber Hälfte eins und «Team eins» brachte Koller taktische Änderungen an. Der «Zehner» agierte zu offensiv, die Akteure auf den Aussenbahnen standen zu tief.

Das war nach dem Seitenwechsel anders. Plötzlich agierte der FCB clever, ja mit Köpfchen. Erst reagierte Blas Riveros blitzschnell auf einen Abpraller und traf sehenswert aus rund 35 Metern (54. Minute), später nickte Silvan Widmer per Kopf nach einem Zuffi-Eckball ein (64.).

Dem nicht genug: Der nächste achtbare Basler Angriff führte zum 3:0. Noah Okafor konnte nach einem frechen Antritt im Strafraum nur per Foul gestoppt werden, Afimico Pululu traf souverän vom Punkt.

Stockers Premiere

In diesen Momenten waren Ansätze sichtbar, die nicht nur Koller Freude bereiteten. Valentin Stocker, der erstmals als offizieller FCB-Captain auflief, meinte: «Wir haben zwei verschiedene Halbzeiten gesehen.» In der ersten, in der er am rechten Flügel spielte, habe der FCB «Mühe mit dem Ballbesitz» gehabt. Bis auf die erste Viertelstunde, als Rotblau zu einigen guten Möglichkeiten kam. Die beste vergab Neuzugang Kemal Ademi auf Vorlage von Samuele Campo (11.).

In dieser Phase versuchte Basel das Pressing umzusetzen, das Koller von seiner Mannschaft fordert. «Noch ist das Pressing nicht optimal», konstatierte Koller. Bis seine Ideen in dieser Hinsicht wunschgemäss umgesetzt werden, brauche es Zeit. «Es ist abhängig von vielen Details.»

Kein Detail war, dass Taulant Xhaka auf rechts verteidigte, und es durchaus denkbar ist, dass der Aggresivleader künftig vermehrt auf dieser Position eingesetzt wird, da im Zentrum zahlreiche Akteure um die dort zu vergebenden Plätze kämpfen. Neben Widmer ist Xhaka der Einzige, der rechtsaussen in der Viererkette spielen kann. Für Xhaka und Co. steht heute in Basel ein lockeres Training an, ehe die nächste Übungseinheit erst wieder am Sonntagnachmittag terminiert ist.

«Intensives Trainingslager»

«Es war ein intensives Trainingslager», bilanzierte Koller. Nun sei es wichtig, dass sich die Spieler erholen würden. Ehe die letzte Phase vor dem Ligastart ansteht. In dieser möchte Koller aufs Tempo drücken. Damit sein Team mit frischem und schnellem Spiel punkten kann.

  • Basel - Nürnberg 4:0 (0:0)
  • Stadion am Amperknie.
  • 612 Zuschauer.
  • Tore: 54. Riveros 1:0. 64. Widmer (Zuffi) 2:0. 74. Pululu (Foulpenalty) 3:0. 76. Pululu 4:0.
  • Basel, 1. Halbzeit: Omlin; Xhaka, Cömert, Alderete, Petretta; Balanta; Stocker, Campo, van Wolfswinkel, Bua; Ademi.
  • Basel, 2. Hälfte: Omlin; Widmer, Dimitriou, Kaiser, Riveros; Zhegrova, Frei, Zuffi, Okafor; Pululu, Ajeti.
  • Bemerkungen: FCB ohne Kuzmanovic, Kalulu (beide angeschlagen), Serey Die (Afrika-Cup), Zambrano (Copa America), Nikolic, Tushi, Von Moos und Marchand (alle kein Aufgebot).

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt