«Er soll zu Hause bleiben» – «Er verdient Respekt»

Die Kontroverse um Xherdan Shaqiri, der auf die EM-Qualifikationsspiele gegen Irland und Gibraltar verzichtet, ist heftig. Eine Auswahl an Kommentaren.

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«Shaqiri raus», schreibt Manuel Tresch in seinem Kommentar. «Wir müssen Shaqiris Entscheidung akzeptieren. Aber dann muss er zukünftig auch nicht mehr in die Nati kommen (z.B für eine WM oder EM). Als Vergleich: NHL-Spieler kommen nach einer sehr sehr langen Saison noch an eine Eishockey-WM und spielen für die Schweiz. Das nenne ich noch Verbundenheit zum eigenen Land.»

Leser «Giovanni» appelliert an Shaqiris stolz: «Es sollte eigentlich eine Ehre sein, für die Nati zu spielen. Wenn er ein Problem mit dem Trainer hat, sollte er das mit ihm besprechen. Gegenüber den Kollegen ist das nicht fair. Ich würde ihn nie mehr aufbieten!»

«Armselig» findet Leser «Pit» Shaqiris Einstellung. «Wer keine Lust auf die Nati hat, soll auch künftig besser zu Hause bleiben.» Ähnlich tönt es von Leser «f.r.»: «Egal ob mit Migrationshintergrund oder Schweizer, jeder Spieler, der für die Nati spielt, sollte stolz darauf sein, sonst soll er es lassen.»

Andere hinterfragen Shaqiris Leistungsausweis, beispielsweise «Tom Cat»: «Xhaka ist Captain bei einem top Premier-League-Club; Lichtsteiner sieben Jahre bei Juve, Leistungsträger und Stammspieler; Sommer Torhüter bei einem top Bundesliga-Club – und Shaqiri? Ersatzspieler, Ersatzspieler und kaum eingesetzt. Ego einiges über dem, was er liefert. Und da traut sich der Herr tatsächlich so aufzutreten? Mir fehlen die Worte!» Aber längst nicht alle sind gegen Shaqiri. Für Leser «Robanio» ist der Nationalspieler «der Beste der letzten Jahre. Auch wenn er nicht alles richtig gemacht hat, den Respekt, den er verdient hätte, hat er sich hart erarbeitet.» Auch der «Verständnisvolle Fan» steht hinter Shaqiri und dessen Entscheidung. «22 Tore und 22 Assists in 82 Spiele und da kommt Shaqiri einmal nicht an ein Quali-Spiel und alle reden schlecht über ihn.» Kommunikationsprobleme? «Franz National» ortet die Probleme woanders. «Für mich zeigt dieser Fall mal wieder, woran es in der Nati vordergründig mangelt und erlaubt einen kleinen Einblick auf die internen Unstimmigkeiten. Wie bei Behrami oder dem Doppeladler scheren sich weder Spieler noch Trainer oder der Verband um die Aussenwirkung ihres Verhaltens. Wäre die Nachricht über Shaqiris fernbleiben z. B. vom Trainer kommuniziert worden, zusammen mit einer Erklärung und entschuldigenden Worten des Spielers, wäre das ganze halb so wild.» Trainer Petkovic kommt auch bei Leser «P. Jenni» nicht gut weg: «Es macht mir langsam eher den Eindruck, dass Petkovic zum Problem für die Nationalmannschaft wird. Seine Art mit den Spielern zu kommunizieren, ist wahrscheinlich stark verbesserungsfähig. Ich denke da auch an Behrami, Lichtsteiner – und nun Shaqiri.»


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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rom

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