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Eine harte Strafe gegen Hitzfeld

Die Fifa fasst Ottmar Hitzfeld wegen des gestreckten Mittelfingers in Bern hart an. Der Schweizer Nati-Coach wurde für zwei Spiele der WM-Qualifikation gesperrt und mit 7000 Franken gebüsst.

Die berühmte Handbewegung: Ottmar Hitzfeld wird für den Stinkefinger in Bern hart bestraft.
Die berühmte Handbewegung: Ottmar Hitzfeld wird für den Stinkefinger in Bern hart bestraft.
Keystone

Damit kann Ottmar Hitzfeld das Team in den beiden Partien im Jahr 2013 gegen Zypern nicht betreuen. Gegen das Urteil kann der Schweizerischen Fussball-Verband (SFV) nicht rekurrieren, weil die Fifa-Disziplinarkommission in ihrem Strafmass unter drei Spielsperren und 7500 Franken Busse blieb. Das gegen den Deutschen angewandte Strafmass ist gemäss Art. 118 des Fifa-Disziplinarreglements nicht anfechtbar.

In der emotional aufgeladenen Atmosphäre im Stade de Suisse beim 1:1 im WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen am 12. Oktober hatte sich Hitzfeld zu einer Unbeherrschtheit hinreissen lassen: Er zeigte dem spanischen Schiedsrichter Fernandez Borbalan zweimal, in der Pause und unmittelbar nach dem Schlusspfiff, den gestreckten Mittelfinger. In den Tagen danach wurde daraus hierzulande nahezu eine Staatsaffäre gemacht. Auch der Verband beschäftigte sich mit dem Ausrutscher seines profilierten Trainers, verurteilte die Geste zwar, ging selbst aber nicht gegen Hitzfeld vor – und hoffte auf ein mildes Urteil durch die Fifa.

Unverständnis beim SFV

Mit einem Freispruch oder einer Busse, maximal mit einer Sperre für eine Partie, damit rechneten sie beim SFV. Nun wurde Hitzfeld wegen Verstosses gegen Art. 57 des Fifa-Disziplinarreglements (Ehrverletzung/Fairplay) sogar für zwei Spiele gesperrt und muss zudem eine Busse von 7000 Franken bezahlen. Der Nationalmannschaftsdelegierte Peter Stadelmann reagierte mit leichtem Unverständnis: «Das Urteil ist an der oberen Grenze.» Weil das Urteil endgültig sei, «erübrigen sich weitere Kommentare», so Stadelmann.

Hitzfeld musste vom Urteil in seinen Ferien in Afrika Kenntnis nehmen. «Dieses Urteil ist sehr hart und für mich enttäuschend», so der Nationalcoach. Gegen Zypern wird er sowohl auswärts am 23. März wie auch im Heimspiel in Genf am 8. Juni auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Er darf vor und während des Spiels die Coaching-Zone sowie die Schweizer Garderobe nicht betreten. Die Aufgabe des Coachings gegen Zypern übernimmt Hitzfelds Assistent Michel Pont. Vor diesem Hintergrund kommt dem Test am 6. Februar in Griechenland eine neue Bedeutung zu. Es ist dannzumal auch ein Test für die kommunikativen Abläufe innerhalb des Trainer-Staffs.

si/fal

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