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Ein Unentschieden mit lauter Siegern

Das 2:2 (1:0) zwischen dem FC Thun und dem FC Basel stellt alle zufrieden – vor allem aber die Torschützen Berat Sadik und Yoichiro Kakitani.

Der Mann des Spiels trägt rot: Berat Sadik ist von Marek Suchy & Co. fast nicht zu stoppen.
Der Mann des Spiels trägt rot: Berat Sadik ist von Marek Suchy & Co. fast nicht zu stoppen.
Keystone
Nach einer Viertelstunde trifft der Finne zum ersten Mal. Die Basler können nur zuschauen.
Nach einer Viertelstunde trifft der Finne zum ersten Mal. Die Basler können nur zuschauen.
Keystone
Der Finne holt sich bei Trainer Urs Fischer ein Extralob ab.
Der Finne holt sich bei Trainer Urs Fischer ein Extralob ab.
Keystone
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Der FC Basel Meister, der FC Thun in der Europa League – die Positionen waren schon so gut wie bezogen. Die perfekte Ausgangslage für ein Spektakel also. Dieses war zunächst aber ein einseitiges. Wie schon am vergangenen Mittwoch in Aarau geriet der erneut auf fünf Positionen umgebaute FCB von Beginn weg stark unter Druck. Was Arlind Ajeti mit seiner Rettungsaktion nach nicht einmal einer Minute noch verhindern konnte, nämlich ein Tor von Berat Sadik, wurde eine Viertelstunde später Tatsache. Der Finne in seinem letzten Heimspiel für Thun hatte keine Probleme, Ferreiras Flanke einzunicken. Suchy hatte sich auf Vailatis Herauskommen verlassen, dieser blieb auf der Linie. Der FCB hatte in der ersten Halbzeit nur eine gute Torchance durch Kakitani und war mit dem 0:1-Rückstand zur Pause noch gut bedient.

Die zweite Halbzeit gehörte dann ganz den Gästen. Besonders nach den Einwechslungen von Luca Zuffi und Shelzen Gashi entwickelten die Basler enormen Druck, dem die Thuner nur bis zur 73. Minute standhielten. Dann holte Sulmoni Hamoudi im Strafraum von den Beinen – Gashi verwandelte den Elfmeter. Nicht einmal zwei Minuten später krönte Kakitani seine starke Leistung mit einem etwas glückhaften Lob aus 15 Metern. Doch Thun wollte seine Ungeschlagenheit auf eigenem Rasen in der Rückrunde nicht im letzten Spiel hergeben und kamen noch zum verdienten Ausgleich – mit einem Paukenschlag. Sadik hämmerte den Ball aus der Drehung aus 17 Metern via Lattenunterkante ins Tor. Ein Punkt, mit dem am Ende alle zufrieden waren.

Das Spiel im Zeitraffer:

1. Minute: Schon nach 50 Sekunden die erste Grosschance für Thun – Sadik lanciert per Absatz Ferreira, dessen Hereingabe von links Vailati nach vorn abwehrt. In Sadiks Nachschuss wirft sich Arlind Ajeti.16. Minute Sadik 1:0 Glarner bedient Ferreira am rechten Flügel, dieser flankt und Sadik kann unbehelligt aus wenigen Metern einnicken. Suchy bedrängt den gross gewachsenen Finnen überhaupt nicht, sondern steht einfach daneben. Er rechnete wohl mit dem Eingreifen von Vailati. 18. Minute: Ferreira übernimmt auf der linken Seite einen Ball, der für Sutter gedacht war, dieser lässt sich in die Mitte zurückfallen und wird prompt von Ferreira angespielt. Ajeti verpasst die Hereingabe, und Sutter hämmert den Ball an den Pfosten. 30. Minute: Degen, schön in Szene gesetzt von Albian Ajeti, flankt von der Grundlinie. Kakitani scheitert mit dem perfekten Kopfball gegen Faivres Laufrichtung an der Bicicletta von Sulmoni, der den Ball auf der Linie spektakulär klärt. 44. Minute: Vailati faustet eine Freistossflanke nur drei Meter weit, Reinmann nimmt den Ball mit dem Kopf an, fackelt nicht lange und zieht ab. Suchy nimmt Kopfschmerzen in Kauf und wehrt den Ball auf der Linie ab. 49. Minute: Wieder ist Ferreira über links enteilt, seine Hereingabe übernimmt Glarner am rechten Pfosten freistehend, aber Vailati ist rechtzeitig zur Stelle und hält den Schuss. Eine starke Parade! 72. Minute: Hamoudi wird im Strafraum angespielt, rutscht erst aus und wird dann von Sulmoni von den Beinen geholt – Elfmeter.73. Minute Gashi 1:1 Der Liga-Topskorer schickt Faivre in die falsche Ecke und erzielt souverän sein 22. Saisontor.75. Minute Kakitani 1:2 Frei mit einem hohen Ball aus dem Mittelfeld, Reinmann unterschätzt denBall durch, und Kakitani lenkt den Aufsetzer mit seinem Schienbein über Faivre hinweg ins Tor. Glück und Können perfekt vereint. 83. Minute: Ferreira schiesst aus 18 Metern, und Vailati lenkt den Ball mit schöner Flugeinlage über die Latte.86. Minute Sadik 2:2 Sadik nimmt einen langen Ball kurz vor dem Strafraum mit der Brust an, dreht sich und hämmert den Ball nach einmaligem Aufsetzen via Lattenunterkante ins Tor. Ein Traumtor, das an James Rodriguez' preisgekrönten WM-Treffer erinnert!

Herausragend bei Thun:

Berat Sadik. Zwei Tore bei seinem letzten Heimspiel in Thun, das zweite wie gemalt – anschauen und geniessen!

Herausragend beim FCB:

Yoichiro Kakitani. Enorme Laufbereitschaft, immer anspielbar, krönte seine Leistung mit seinem dritten Saisontor.

Verlierer des Tages:

Jene Thuner Zuschauer, welche das letzte Heimspiel der Saison verpassten.

Spielwertung:

Thun dominiert die erste Halbzeit, Basel die zweite, dazu vier Tore und ein turbulenter Spielverlauf – spektakulär.

Das sagten sie:

Thun-Mittelfeldspieler Michael Siegfried: «In der zweiten Halbzeit haben wir uns hinten hineindrücken lassen und die Tore bekommen. In Aarau müssen wir jetzt versuchen, zweimal die erste Halbzeit von heute zu spielen.» FCB-Stürmer Shkelzen Gashi: «In der Pause ist es nicht laut geworden in der Garderobe. Die zweite Halbzeit ist sicher besser gelaufen, aber der Punkt für beide ist gerecht.»

Aufstellungen: Thun: Faivre; Glarner, Reinmann, Sulmoni, Wittwer; Sutter (78. Munsi), Siegfried; Rojas (67. Markovic), Frontino (74. Karlen), Ferreira; Sadik. – FCB: Vailati; Degen, Suchy (88. Safari), Arlind Ajeti, Traoré; Elneny (54. Zuffi), Frei; Albian Ajeti (63. Gashi), Huser, Hamoudi; Kakitani.

SR: San. – Zuschauer: 8717.

Bemerkungen. Thun ohne Hediger (gesperrt), Schindelholz, Schirinzi, Alexander Gonzalez, Schenkel, Causi (alle verletzt) und Hediger (gesperrt), Basel ohne Samuel (gesperrt), Ivanov, Schär (beide verletzt), Vaclik, Streller, Delgado, Derlis Gonzalez und Calla (alle kein Aufgebot). – Verwarnungen: 59. Frontino (Unsportlichkeit). 68. Hamoudi (Foul). 90. Huser (Foul).

So geht es weiter: Thun ist zum Abschluss der Meisterschaft am kommenden Freitag in Aarau zu Gast, der FCB empfängt St. Gallen und erhält im Anschluss den Meisterpokal.

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