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«In der ersten Halbzeit haben wir Portugal an die Wand gespielt»

Torschütze Embolo ist stolz auf den Auftritt, arbeitet das 2:0 mit seinen Teamkollegen aber auch selbstkritisch auf.

Die Partie früh in die richtigen Bahnen gelenkt: Breel Embolo (r.) köpfelt nach einem Abpraller in der 23. Minute zur frühen Führung ein.
Die Partie früh in die richtigen Bahnen gelenkt: Breel Embolo (r.) köpfelt nach einem Abpraller in der 23. Minute zur frühen Führung ein.
Jean-Christophe Bott, Keystone
Der Jubel beim Torschützen und Kollege Seferovic ist beinahe grenzenlos.
Der Jubel beim Torschützen und Kollege Seferovic ist beinahe grenzenlos.
Fabrice Coffrini, AFP
Es ist geschafft: Am Ende jubeln die Schweizer über einen grossartigen 2:0-Erfolg gegen den Europameister.
Es ist geschafft: Am Ende jubeln die Schweizer über einen grossartigen 2:0-Erfolg gegen den Europameister.
Ennio Leanza, Keystone
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Er redete unbeschwert, beflügelt vom Gefühl, den Europameister bezwungen zu haben. «Wir haben Druck gemacht, Chancen erarbeitet und Portugal in der ersten Halbzeit an die Wand gespielt», sagte Breel Embolo und bilanzierte strahlend: «Ich glaube, man darf stolz auf uns sein.» Der 19-Jährige hatte im Stadion, das bis in diesem Sommer seine Basler Heimat war, mit dem 1:0 einen markanten Anteil am erfolgreichen Auftakt in die WM-Qualifikation: «Es war ein ganz spezieller Moment für mich.»

Embolo vergass aber nicht zu erwähnen, dass die Schweizer nach der Pause immer stärker in Bedrängnis gerieten: «Es war eine schwierige zweite Halbzeit.» So empfand das auch Goalie Yann Sommer, der selbstkritisch anmerkte, die Mannschaft habe den Ball oft zu schnell verloren: «Wir müssen lernen, in solchen Situationen mehr Ruhe zu bewahren. Wir rannte fast nur dem Ball hinterher.» Und er wusste auch, dass es Glück brauchte, um einen Gegentreffer zu vermeiden. Als Nani zum Kopfball ansetzte, war der Goalie machtlos und atmete durch, als er den Ball an den Pfosten fliegen sah: «Im Normalfall ist dieser Kopfball drin.» Aber Sommer fasste auch zusammen: «Wir haben im ersten WM-Qualifikationsspiel Portugal geschlagen. Das ist ein guter Start.»

Und Vladimir Petkovic, der Schweizer Nationalcoach? «Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht und den Sieg verdient. Trotzdem müssen wir auf dem Boden bleiben. Wir können uns immer noch steigern.» Kein Verständnis hatte er für den späten Platzverweis gegen Granit Xhaka: «Das waren für mich nur zwei halbe gelbe Karten. Man muss Granit nicht vom Platz stellen.»

Admir Mehmedi, den zweiten Schweizer Torschützen des Abends, empfand vor allem die erste Hälfte als überaus intensiv. Er sah «effiziente» Schweizer, was auch mit ihm zu tun hatte, als er überlegt das 2:0 erzielte - es war sein sechster Treffer im 47. Länderspiel. «Nach der Pause hat man gesehen, wie spielstark die Portugiesen sind. Aber wir haben uns die drei Punkte erarbeitet. Und ich finde: verdient.»

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