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Ein Problem für Klopp zur Unzeit

Liverpool verliert für die entscheidende Saisonphase sein Superhirn. Damit steigt der Druck auf Jürgen Klopp.

Ebnete Liverpool im Hinspiel den Weg zum deutlichen Sieg: Mohamed Salah mit seinen beiden Toren. Video: Tamedia/SRF

17 Jahre lang wurde Jürgen Klopp von Zeljko Buvac begleitet. Bei allen Trainerstationen des Deutschen war Buvac an seiner Seite, der Bosnier gilt als das Gehirn hinter Klopps Erfolgen. Nun muss dieser ohne seinen Assistenten auskommen. Liverpool schrieb in einer Medienmitteilung, dass Buvac sich bis Saisonende aus persönlichen Gründen eine Auszeit nehme.

Während der Pressekonferenz vor dem Halbfinal-Rückspiel der Champions League wollte sich Klopp nicht weiter dazu äussern, verwies lediglich auf das Communiqué des Vereins: «Mehr wollen wir dazu nicht sagen.» Damit liess der 50-Jährige allerdings tief blicken, was das Verhältnis zwischen den beiden lange unzertrennlichen Kollegen angeht.

Britische Medien berichteten zuletzt davon, dass sich Buvac immer mehr von taktischen Besprechungen ausgegrenzt fühlte. Der «Mirror» beispielsweise wollte beobachtet haben, dass Klopp während der Spiele nicht mehr den 56-Jährigen um Rat fragte, sondern den anderen Assistenten Peter Krawietz. Trotz der immer kühler werdenden Beziehung sollen die Liverpool-Spieler geschockt reagiert haben, als ihnen die Nachricht von Buvacs Abgang mitgeteilt wurde.

Geht er zu Arsenal?

Eine andere Theorie zur Trennung kam aus Bosnien, der Heimat von Buvac. Offenbar soll der Taktikfuchs bei Arsenal die Nachfolge von Arsène Wenger antreten. Damit würde sich die Geschichte eines anderen Toptrainers wiederholen: Pep Guardiola überwarf sich zum Ende seiner Amtszeit bei Barça mit seinem langjährigen Assistenten Tito Vilanova, weil sich der mittlerweile an Krebs verstorbene Vilanova hinter seinem Rücken mit Barcelona darüber geeinigt hatte, Guardiolas Nachfolge als Cheftrainer anzutreten. Gemäss «Sport1» ist das Gerücht um Buvac allerdings unwahrscheinlich, denn der frühere Mittelfeldspieler fühle sich im Rampenlicht unwohl.

So oder so verliert Klopp für die entscheidende Saisonphase seinen wohl wichtigsten Mitarbeiter – dazu besteht die Gefahr von Unruhen im Team nach dem Abgang des allseits geschätzten Buvac. Es liegt nun also mehr denn je an ihm, sein Team für das Halbfinal-Rückspiel gegen Rom einzustellen, damit Liverpool nicht das gleiche Schicksal erleidet wie Barça vor wenigen Wochen.

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