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Ein «frustrierender» Abgang

Blaise Nkufo verlässt die Seattle Sounders kurz vor dem Saisonauftakt – wohl in Richtung Vancouver.

Im Trainingslager vom Januar noch eine feste Grösse bei Seattle: Blaise Nkufo mit seinem Teamkollegen Steve Zakuani.
Im Trainingslager vom Januar noch eine feste Grösse bei Seattle: Blaise Nkufo mit seinem Teamkollegen Steve Zakuani.
Keystone

Nur wenige Stunden vor dem Saisonauftakt in der amerikanischen Major League Soccer hatten der frühere Schweizer Internationale Blaise Nkufo (35) und die Seattle Sounders ihr Vertragsverhältnis aufgelöst. Nkufo war im letzten Sommer vom holländischen Erstligisten Twente Enschede nach Seattle gewechselt. Im Nordwesten der USA spielte der 32-fache Internationale durchaus erfolgreich: In elf Partien schoss er fünf Treffer.

In beiderseitigem Interesse

Die Auflösung des Vertrags ist offenbar nicht leistungsbedingt. «Es gab keinerlei Probleme», versichert der deutsche Coach Sigi Schmid. «Es war im Interesse beider Seiten.» Seattle, das am Dienstag die Auftaktpartie der Saison gegen die Los Angeles Galaxy 0:1 verlor, kann andere Transfers tätigen, möglicherweise müssen die Verantwortlichen aber bis zum Sommer warten, bis die mit dem Abgang von Nkufo gesparten 335'000 Dollar ausgegeben werden können.

Seattles Manager Adrian Hanauer erklärte gegenüber der «New York Times», dass die Gründe der Vertragsauflösung «wohl hinter verschlossenen Türen bleiben werden». Ebenso enttäuscht zeigte sich der US-amerikanische Torwart Kasey Keller und empfand den kurzfristigen Abgang Nkufos als «frustrierend».

Nkufo bald bei Vancouver?

In Seattle spekuliert man, dass der im Kongo geborene Schweizer demnächst zu den Vancouver Whitecaps wechselt. In Vancouver, das nur 220 Kilometer von Seattle entfernt liegt, lebt Nkufos Familie. Beim neu formierten Team von Vancouver stehen mit Alain Rochat, Davide Chiumiento und Eric Hassli bereits drei in der Schweiz bestens bekannte Spieler unter Vertrag.

si/ot

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