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Diese Fussballstars sind die grössten Klimasünder

Topfussballer fliegen viel und verursachen einen gewaltigen CO2-Ausstoss. Unser Ranking zeigt, welche Spieler am schlimmsten sind.

Reist für Nationalmannschaft und Club das ganze Jahr umher: Fussballstar Lionel Messi steigt aus einem Flugzeug aus. Foto: Reuters
Reist für Nationalmannschaft und Club das ganze Jahr umher: Fussballstar Lionel Messi steigt aus einem Flugzeug aus. Foto: Reuters

Die Stars auf dem Rasen sind beim Klimaschutz keine Vorbilder für die Fridays-for-Future-Jugend. Denn der CO2-Fussabdruck der zwanzig Topkicker, die dieses Jahr für die Auszeichnung «Ballon d’Or» nominiert wurden, ist gewaltig. Auf ihren Flugreisen rund um den Globus sind sie mitverantwortlich für den Ausstoss von 505 Tonnen an klimaschädlichem Kohlendioxid. Das hat der britische Forscher Andrew Welfle berechnet, der an der Universität Manchester zu Bioenergie und Nachhaltigkeit forscht.

Die weltbesten Fussballer spielen national und international, reisen für die Champions League quer durch Europa und für Länderspiele in ihre Heimat. Beim Argentinier Lionel Messi kommen so fast 46’000 Kilometer zusammen. Der Barcelona-Star fliegt innerhalb eines Jahres also mehr als einmal um die Welt und trägt so zum Ausstoss von 20,9 Tonnen CO2 bei.

Zum Vergleich: Schweizerinnen und Schweizer legen im Schnitt jährlich 9000 Kilometer mit dem Flugzeug im In- und Ausland zurück und verursachen gemäss derselben Berechnung 4,3 Tonnen CO2 – fast fünfmal weniger. Dabei sind die Schweizer als Vielflieger bekannt.

Doch Messi ist längst nicht der grösste Klimasünder. Acht der zwanzig ausgewählten Fussballer hinterlassen einen noch grösseren ökologischen Fussabdruck, allen voran Marquinhos. Der Brasilianer steht in Diensten des französischen Meisters Paris St. Germain, mit dem er auch in der Champions League spielt und deshalb viel reisen muss. Wird er für Länderspiele in seiner Heimat aufgeboten, legt er für Hin- und Rückflug etwa 18’000 Kilometer zurück. Insgesamt kommen so pro Jahr 111’000 Kilometer und ein Ausstoss von 53,5 Tonnen CO2 zusammen.

Landsmann Firmino, der Liverpool-Star, hat fast gleich viel auf dem Konto. Sein Teamkollege Mane aus Senegal, der Südkoreaner Heung-Min Son von den Tottenham Hotspurs und der Brasilianer Neymar von Paris St. Germain fliegen ebenfalls über 80’000 Kilometer und damit neunmal weiter als der Schweizer im Durchschnitt.

Vergleichsweise wenig CO2 verursacht Messis ewiger Rivale Cristiano Ronaldo. Zwar reist auch er viel für internationale Spiele seines Clubs Juventus. Die Distanz zwischen der italienischen Stadt Turin und Lissabon ist jedoch gering, weshalb sich bei Ronaldos Länderspielen für Portugal nicht so viele Flugkilometer anhäufen.

Forscher Andrew Welfle, der die Berechnungen durchgeführt hat, sieht die internationale Fussballszene mit vielen über die Kontinente verteilten Spielpaarungen und häufigen Flugreisen von Kadern und Führungsstäben als geradezu prädestiniert für einen «hohen Kohlendioxid-Fussabdruck».

Durch solche Studien werde ein Schlaglicht auf die Entwicklung geworfen, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. «Der Weltverband Fifa, aber auch Ligen wie die britische Premier League und einzelne Clubs können sich dadurch angespornt fühlen, Wiedergutmachung zu leisten.»

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