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Die nächste Katar-Posse

Weil für die Fussball-WM 2022 nicht genügend Hotzelzimmer zur Verfügung stehen werden, will das Emirat die Fans in Zelten unterbringen.

Überraschung mit Misstönen: Die Fifa vergibt das WM-Turnier 2022 überraschend nach Katar. Hier bangen Journalisten in Doha vor dem Entscheid. (2. Dezember 2010)
Überraschung mit Misstönen: Die Fifa vergibt das WM-Turnier 2022 überraschend nach Katar. Hier bangen Journalisten in Doha vor dem Entscheid. (2. Dezember 2010)
Reuters

Der Vetreter der Tourismusindustrie Katars verpackte den doch eher peinlichen Fakt in schöne Worte und erklärte, an der WM 2022 hätten die Fans die Möglichkeit, in Wüstencamps zu schlafen. Was er nicht sagte, ist, dass viele Fans schlicht nicht in Hotels untergebracht werden können.

Von den vom Fussball-Weltverband Fifa geforderten 60'000 Zimmern gab es Ende 2015 erst 20'700. Bis 2022 dürften es laut einem britischen Experten rund 46'000, also 14'000 zu wenig, sein. Eine weitere Option, die Katar angedacht hat, ist die Unterbringung von WM-Touristen auf Kreuzfahrtschiffen. Das würde zusätzliche 6000 Betten schaffen.

Katars WM-Projekt lieferte schon zuvor reihenweise Negativschlagzeilen: wegen der schlechten Behandlung der für den Bau der Infrastruktur beschäftigten Gastarbeiter, wegen Pressezensur, wegen Homophobie im Land, wegen Korruptionsaffären, wegen der fehlenden Fussball-Tradition und wegen des heissen Klimas, das eine Verlegung des Turniers in den Winter notwendig machte.

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