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Die magersüchtige Fussball-Barbie

Wenn die deutsche Spitzenfussballerin Birgit Prinz ihr vermeintliches Ebendbild aus Plastik betrachtet, dürfte sie sich wie im falschen Film vorkommen.

ak
Deutschlands Nationaltrainerin Silvia Neid und Stürmerin Birigit Prinz als Barbie-Puppen.
Deutschlands Nationaltrainerin Silvia Neid und Stürmerin Birigit Prinz als Barbie-Puppen.
Keystone
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Um von der Publicity für die Fussball-WM der Frauen vom kommenden Sommer in Deutschland profitieren zu können, hat der Spielwarenhersteller Matell nach Bundeskanzlerin Angela Merkel zwei weitere prominente Deutsche als Barbie-Puppe verewigt. Birgit Prinz, die beste Fussballerin des Landes, und Silvia Neid, die Trainerin der Nationalmannschaft. Die beiden Spezialanfertigungen sind Vorläuferinnen der Fussball-Barbie, die bald schon auf den Markt kommen soll.

«Silvia Neid und Birgit Prinz geniessen für ihre Leistungen weltweit hohes Ansehen. Mit ihrem leidenschaftlichen Einsatz gelten sie als Vorbild für viele Mädchen und Frauen. Ihre Begeisterung steckt an: Derzeit spielen allein in Deutschland etwa eine Millionen Mädchen und Frauen Fussball», schreibt Mattel in einem Communiqué.

Besonders gelungen sind die Abbilder der sportlichen Frauen jedoch nicht: Vor allem die Birgit-Prinz-Barbie sieht aus, als könne sie mit ihren Streichholz-Beinchen höchstens gegen einen Kinderluftballon, nicht aber gegen einen Fussball treten. Silvia Neids Plastik-Klon ist derweil ein ganzes Stück zu lang geraten. Während die Bundestrainerin in der Realität 29 Zentimeter kleiner ist als Prinz, misst sie als Puppe keinen Millimeter weniger.

Es gilt in Deutschland als offenes Geheimnis, dass sich die Begeisterung über die Barbie vor allem bei Birigit Prinz in Grenzen hält. Sie erschien nicht einmal zur Präsentation des Spielzeugs, sondern liess durch die Managerin des Nationalteams ausrichten, dass sie sich geehrt fühle.

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