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Die aufwühlende Woche des Xherdan Shaqiri

Champions-League-Final, grosse Titelfeier, Nations-League-Halbfinal: Xherdan Shaqiri erlebte in wenigen Tagen sehr viel. Dabei bestand er eine grosse Prüfung.

Xherdan Shaqiri und Fabian Schär stehen den Medien in Porto Red und Antwort. Video: Tamedia

Es war nicht einfach. Als Erster von Liverpools Champions-League-Helden musste Xherdan Shaqiri am Mittwochabend bereits wieder antreten. Und das als einer der Leistungsträger der Schweizer Nationalmannschaft. Der Druck war gross, besonders, weil er im Falle eines schwachen Auftritts gegen Portugal schnell in den Verdacht geraten wäre, mental noch bei Liverpools spektakulärer Feier mit hunderttausenden Fans zu sein. Aber Shaqiri lieferte.

«Ich musste mich zusammenreissen, um hier eine gute Leistung zu bringen», sagte der Linksfüsser kurz nach dem unglücklichen 1:3 gegen Portugal. Dafür verzichtete er nach eigener Aussage während der rauschenden Party gänzlich auf Alkohol. Vielleicht auch deshalb konnte er sich bei der Parade noch einmal auszeichnen: Als Trainer Jürgen Klopp vom Teambus zu stürzen drohte, stand Shaqiri daneben und hielt ihn gedankenschnell am Arm fest. Vielleicht meinte er auch solche Dinge, als er an der Medienkonferenz am Donnerstag sagte: «Alle im Team sind wichtig, nicht nur die elf, die spielen.»

Wichtig war er dann auch drei Tage später auf dem Rasen, trotz der Niederlage in Porto: Im Offensivspiel war er der Aktivposten von Vladimir Petkovics Team, der «Tages-Anzeiger» gab ihm sogar die Note 5,5.

Yann Sommer (Tor) – 3 Drei Mal treffen die Portugiesen – also: Cristiano Ronaldo - mit ihren Abschlüssen das Schweizer Tor. Und jedes Mal liegt der Ball im Netz. Das muss nicht unbedingt die Schuld des Goalies sein. Im Fall von Yann Sommer ist es so: Er hat beim 1:2 wenig und beim 1:3 keine Abwehrchance. Bei Ronaldos Freistosstreffer aber verlässt Sommer die Goalieecke und sieht sehr unvorteilhaft aus.
Yann Sommer (Tor) – 3 Drei Mal treffen die Portugiesen – also: Cristiano Ronaldo - mit ihren Abschlüssen das Schweizer Tor. Und jedes Mal liegt der Ball im Netz. Das muss nicht unbedingt die Schuld des Goalies sein. Im Fall von Yann Sommer ist es so: Er hat beim 1:2 wenig und beim 1:3 keine Abwehrchance. Bei Ronaldos Freistosstreffer aber verlässt Sommer die Goalieecke und sieht sehr unvorteilhaft aus.
Reto Oeschger
Kevin Mbabu (Abwehr) – 5  Er stürmt lange Zeit, als würde er in der Super League zu Hause gegen GC spielen. Mutig, druckvoll, auf rechts mehr Flügelflitzer als Defensivkraft. Bereitet mehrere Gelegenheiten vor, allerdings sind die Hereingaben nicht immer präzis. In der Defensive ist er solid, die groben Aussetzer leisten sich andere.
Kevin Mbabu (Abwehr) – 5 Er stürmt lange Zeit, als würde er in der Super League zu Hause gegen GC spielen. Mutig, druckvoll, auf rechts mehr Flügelflitzer als Defensivkraft. Bereitet mehrere Gelegenheiten vor, allerdings sind die Hereingaben nicht immer präzis. In der Defensive ist er solid, die groben Aussetzer leisten sich andere.
Reto Oeschger
Zu kurz im Einsatz für eine Benotung: Edimilson Fernandes (Bild), Renato Steffen und Josip Drmic.
Zu kurz im Einsatz für eine Benotung: Edimilson Fernandes (Bild), Renato Steffen und Josip Drmic.
Jean-Christophe Bott, Keystone
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Ausserdem harmonierte der 27-Jährige wie schon gegen Belgien hervorragend mit Rechtsverteidiger Kevin Mbabu. «Er ist kräftig und explosiv, hat super Anlagen. Ich freue mich für ihn, dass er den nächsten Schritt gemacht hat», schwärmte Shaqiri von Stephan Lichtsteiners Nachfolger. Eine kleine Kritik konnte er sich aber doch nicht verkneifen: «Seine Flanken hätten etwas variabler sein können.» Dennoch: Das Duo hat Potenzial, um in Zukunft den Nati-Fans weiterhin viel Freude zu bereiten.

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