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Dezimierter FCB verliert gegen Thun das Spiel und Streller

Nach neun Runden ohne Niederlage unterlag der Meister dem Aufsteiger aus dem Berner Oberland 1:3. Marco Streller erlebte den Schlusspfiff im Spital, Gilles Yapi auf der Tribüne.

Mehr als einen abgelenkten Schuss von Chipperfield und das entsprechend glückhafte 1:2 hatte der schwer enttäuschende Champions-League-Teilnehmer den 29'000 Anhängern im St. Jakob-Park nicht zu bieten. In der Schlussphase erhöhte der über Monate arbeitslose Taljevic gar noch auf 3:1 für Thun. Zuvor war der FCB gegen die Thuner zu Hause zwölfmal in Serie ungeschlagen geblieben.

Basel manövrierte sich schon in der 6. Minute selber in die Sackgasse. Der schwache Inkoom foulte Glarner im Strafraum, Scarione verwandelte den fälligen Penalty souverän zur Führung für den FC Thun. Nach zwei vergebenen Grosschancen legte Thun dank Topskorer Nick Proschwitz in der 27. Minute nach - erneut begünstigt von einem katastrophalen Fehler eines FCB-Akteurs. Gilles Yapi, später wegen eines Fouls sogar ausgeschlossen, leistete sich in der Nähe des Sechzehners einen haarsträubenden Querpass.

Streller mit Knöchelverletzung

Die Basler verloren zu allem Übel auch noch Marco Streller. Der Stürmer erlitt bei einem Tackling ohne Fremdverschulden eine womöglich schwere Knöchelverletzung und schied in der 23. Minute aus. Er muss damit wohl auch für den Test der Schweiz am kommenden Mittwoch in Genf gegen die Ukraine Forfait erklären.

«Wir waren überheblich, und Thun war top motiviert»

FCB-Trainer Thorsten Fink versuchte erst gar nicht, die Leistung seiner Equipe zu beschönigen. «Ich bin gar nicht zufrieden, das war das schlechtes Spiel der Saison, ja das schlechteste Spiel unter mir als Trainer in Basel», sagte der Deutsche. «Zwei Gegensätze sind heute aufeinander geprallt: Wir waren überheblich, und Thun war top motiviert.»

Sein Thuner Konterpart Murat Yakin, einst Captain und Symbolfigur beim FCB, freute sich natürlich riesig über seinen vielleicht grössten Coup als Coach. «Viele meiner Spieler sind sich nicht gewohnt, vor so vielen Zuschauern zu spielen, deshalb ist der Erfolg umso wertvoller. Ich behalte aber für mich, was unser Schlüssel zum Erfolg ist», so Yakin. «Wir haben die Basler nicht ins Spiel kommen lassen, das war entscheidend, aber an der Chancenauswertung müssen wir noch arbeiten.»

si/ak

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