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«Der Trainer wird schockiert sein»

Das 0:2 bei Olympiakos Piräus ist ein neuer Tiefpunkt für Manchester United. Roy Keane, der legendäre Captain der Vergangenheit, schlägt Alarm.

Schiffbruch in Piräus: Rio Ferdinand (l.) und Wayne Rooney schleichen bedröppelt von dannen.
Schiffbruch in Piräus: Rio Ferdinand (l.) und Wayne Rooney schleichen bedröppelt von dannen.
Reuters
Instruktionen ohne Erfolg: Trainer David Moyes.
Instruktionen ohne Erfolg: Trainer David Moyes.
Reuters
Wer zu spät kommt, den bestraft der Torhüter: Olympiakos-Keeper Roberto schnappt Danny Welbeck den Ball weg.
Wer zu spät kommt, den bestraft der Torhüter: Olympiakos-Keeper Roberto schnappt Danny Welbeck den Ball weg.
Reuters
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Roy Keane, der zwischen 1993 und 2005 326 Spiele für Manchester United bestritt, war nach dem 0:2 des englischen Rekordmeisters im Hinspiel der Champions-League-Achtelfinals bei Olympiakos Piräus ernüchtert. Mit einer solchen Enttäuschung gegen den griechischen Aussenseiter habe niemand rechnen können – trotz der Probleme, die Manchester seit dem Abgang des Übertrainers Sir Alex Ferguson im vergangenen Sommer plagen.

«Es war ein harter Abend für den Club, die Spieler und die Fans. Es fehlt an Selbstvertrauen, und einige Spieler haben ganz einfach nicht genügend Qualität. Um die Mannschaft wieder aufzubauen, braucht es sechs, sieben Neue. Insgeheim wird Trainer David Moyes schockiert darüber sein, wie schlecht die Spieler sind, mit denen er arbeiten muss», sagte Keane, der als Fussballexperte für den Fernsehsender ITV arbeitet.

Moyes zeigte sich zumindest vor der Kamera solidarisch mit seiner Equipe: «Ich denke, dass dieses Manchester United zweifellos über Talent verfügt. Mein Team und ich haben dies aber nicht gezeigt.» Mit grosser Entschlossenheit werde es United trotz allem gelingen, die Wende zu schaffen. Angesichts der Vorgabe, das Rückspiel mit drei Toren Differenz gewinnen zu müssen, und elf Punkten auf den Tabellenvierten Liverpool in der heimischen Meisterschaft erscheinen solche Worte als blosse Durchhalteparolen.

United-Mittelfeldspieler Michael Carrick äusserte sich ähnlich wie sein Coach und verwies auf das Rückspiel im Old Trafford: «Wir haben nur ein Spiel verloren. Natürlich hatten wir auf einen Sieg gehofft, aber wir sind noch nicht aus dem Rennen.» Keane reagierte verärgert auf die Floskeln: «Dieses Interview war wie die Vorstellung auf dem Platz. Sogar bei dieser Gelegenheit müsste Carrick etwas mehr sagen, mehr Druck machen.» Der holländische Stürmer Robin van Persie, der wie die ganze Mannschaft von Manchester United enttäuscht hatte, machte Abstimmungsprobleme in der Offensive verantwortlich für seinen schwachen Auftritt. Seine Räume seien zu oft von Mitspielern besetzt. Daher müsse er seine Laufwege ändern.

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