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Der grosse Nachmittag des Franck Etoundi

Mit einem verdienten 3:1-Sieg im Derby gegen GC erobert der FC Zürich die Tabellenführung in der Super League zurück. Der Matchwinner heisst Franck Etoundi mit zwei Toren und einem Assist.

Der Matchwinner wird gefeiert: Franck Etoundi nach dem Derbysieg gegen GC.
Der Matchwinner wird gefeiert: Franck Etoundi nach dem Derbysieg gegen GC.
Keystone
Der Kameruner ist die überragende Figur: Er schiesst das 1:0 und 3:1 (Bild) und gibt die Vorlage zum 2:1 von Francisco Rodriguez.
Der Kameruner ist die überragende Figur: Er schiesst das 1:0 und 3:1 (Bild) und gibt die Vorlage zum 2:1 von Francisco Rodriguez.
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Es läuft nach Plan, aber FCZ-Trainer Urs Meier mag von der Leaderposition in der Liga nicht gross sprechen. «Wir müssen uns gleich auf unsere Aufgabe in der Europa League gegen Villarreal konzentrieren.»
Es läuft nach Plan, aber FCZ-Trainer Urs Meier mag von der Leaderposition in der Liga nicht gross sprechen. «Wir müssen uns gleich auf unsere Aufgabe in der Europa League gegen Villarreal konzentrieren.»
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Das Siegestor zum 2:1 erzielte Joker Francisco Rodriguez mittels Kopf nach Vorarbeit von Franck Etoundi nach 75 Minuten. Die erstmalige Führung für den FCZ in diesem 239. Zürcher Derby war gut eine Viertelstunde vor Schluss überfällig – und hätte eigentlich bereist rund zehn Minuten zuvor fallen müssen. Aber Schiedsrichter Alain Bieri verweigerte dem Tabellenzweiten einen Foulpenalty, wie er kaum klarer hätte sein können. GC-Verteidiger Levent Gülen holte im Strafraum Davide Chiumiento mit einem Haken am Fuss von den Beinen.

Zum Glück für das Spiel und den Ausgang war Urs Meiers Team in der zweiten Hälfte derart überlegen, dass die Penalty-Szene im Nachhinein kaum noch eine Rolle spielt. Franck Etoundi schoss nur sieben Minuten nach der Führung das 3:1. Der Kameruner liess sich als Doppeltorschütze und Matchwinner feiern. Mit seinem herrlichen Kopfballtor nach rund einer halben Stunde hatte er den Rückstand ausgeglichen, den sich der FCZ mit dem Gegentor des Rückkehrers Caio ausglich.

Die Tätlichkeit von Grichting

Die Grasshoppers wussten in der ersten halben Stunde zu gefallen, bauten dann jedoch stark ab und waren in der zweiten Halbzeit oft inferior. Zu allem Überfluss musste sich Stéphane Grichting kurz vor Schluss wegen einer dümmlichen Tätlichkeit an Almine Chermiti die rote Karte zeigen lassen. «Das war eine unschöne Szene von ihm. Er wird uns einige Spiele fehlen», meinte der neue GC-Sportchef Axel Thoma gegenüber SRF.

Matchwinner Etoundi wurde nach dem unterhaltenden 239. Derby mit viel Lob überschüttet. Doch der Kameruner konnte damit wenig anfangen. «Natürlich macht es mich glücklich, Tore in einem so wichtigen Spiel zu erzielen. Das hätte ich aber ohne unser starkes Kollektiv nicht geschafft. Und eigentlich fühlte ich mich heute gar nicht so wohl», erklärte der FCZ-Stürmer vor den TV-Kameras.

Meiers Ansichten

«Das Team hat hervorragend auf den Rückstand reagiert. Auf Grund der zweiten Hälfte war es ein verdienter Sieg», sagte der FCZ-Trainer. Über die Leaderpostion in der Liga mochte er nicht gross sprechen. «Wir müssen uns bald auf den nächsten Einsatz in der Europa League gegen Villarreal konzentrieren.» Und Etoundi? «Er ist ein sehr wertvoller Spieler – wie die anderen auch.» Beim Tabellenführer wird der Starkult nicht gefördert.

Grasshoppers - Zürich 1:3 (1:1) 19'200 Zuschauer. - SR Bieri. - Tore: 15. Caio (Ravet) 1:0. 29. Etoundi (Philippe Koch) 1:1. 75. Rodriguez (Etoundi) 1:2. 82. Etoundi (Philippe Koch) 1:3. Grasshoppers: Davari; Lang, Gülen, Grichting, Pavlovic; Abrashi (83. Bauer), Dingsdag; Ravet, Dabbur, Caio (71. Ben Khalifa); Ngamukol (77. Kahraba). Zürich: Da Costa; Nef, Kecojevic (12. Philippe Koch), Djimsiti; Yapi, Kajevic; Buff, Chiumiento (87. Chermiti), Schönbächler (69. Rodriguez); Chikhaoui, Etoundi. Bemerkungen:GC ohne Salatic (suspendiert), FCZ ohne Raphael Koch, Gavranovic, Sadiku, Rikan, Kukeli (alle verletzt). 11. Kecojevic verletzt ausgeschieden. 74. Kopfball von Etoundi gegen die Latte. 88. Rot gegen Grichting (Tätlichkeit). Verwarnungen: 67. Gülen, 69. Kajevic (beide Foul).

si/fal

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