Captain Lichtsteiner ist zurück

Nationaltrainer Vladimir Petkovic hat für die EM-Qualifikationsspiele gegen Georgien und Dänemark seinen Captain wieder aufgeboten.

Das letzte Tor Lichtsteiners im Nationalteam: Im Oktober 2017 gegen Ungarn. (Video:SRF)

Einige Mutationen, und doch keine Überraschungen. So könnte man das Aufgebot von Nationalcoach Vladimir Petkovic für den Start in die EM-Qualifikation umschreiben. Oder etwa doch nicht? So ganz erwartet werden konnte nämlich zumindest die Rückkehr von Captain Stephan Lichtsteiner nicht. Im Herbst hatte Petkovic den 34-Jährigen von Arsenal nur in einem von sechs Länderspielen eingesetzt. Im Oktober und im November fehlte Lichtsteiner gänzlich im Aufgebot.

Im Dezember hatte der 35-Jährige gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gesagt: «Wenn ich im Club dabei bin, zweifle ich nicht daran, weiterhin zum Kreis der Nationalmannschaft zu gehören.» So ganz hat Lichtsteiner diese Vorgabe in den letzten Wochen nicht erfüllt. Denn seit jenem Interview vor rund drei Monaten hat Arsenal 13 Meisterschaftsspiele absolviert. Lichtsteiner fehlte sieben Mal, zuletzt auch wegen Rückenbeschwerden. Auch am Donnerstag in der Europa League gegen Stade Rennes war Lichtsteiner nicht dabei.

Seferovics Fehlen schmerzt

Im November in der Nations League gegen Belgien spielte der YB-Verteidiger Kevin Mbabu auf der Position von Lichtsteiner. Doch nun steht Mbabu wegen muskulärer Probleme nicht im Aufgebot. Auch Edimilson Fernandes (Bauchmuskulatur) von der Fiorentina und Haris Seferovic (Leiste) von Benfica Lissabon sind nicht dabei. Sie sind nicht schlimm verletzt, aber eben auch nicht ganz fit. «Für mich ist wichtig, dass wir ab Dienstag alle mit voller Kraft trainieren können. Wir haben zwei sehr schwierige Spiele vor uns», sagte Petkovic.

Vor allem die Absenz von Seferovic bringt die Pläne des Trainers durcheinander. Der Stürmer war im Herbst mit fünf Treffern der Topskorer in der Liga A der Nations League. Bei Benfica steht er derzeit bei 15 Meisterschaftstoren. In Portugal trifft er im Durchschnitt alle 86 Minuten. Während Seferovic fehlt, kann Petkovic im Gegensatz zu den letzten Länderspielen immerhin wieder auf Breel Embolo (Schalke) und Admir Mehmedi (Wolfsburg) zurückgreifen; in der Rolle des Mittelstürmers sind die beiden Bundesliga-Professionals indes kein gleichwertiger Ersatz für Seferovic.

Neben Lichtsteiner, Embolo und Mehmedi kehren auch die Innenverteidiger Manuel Akanji (Borussia Dortmund) und Fabian Schär (Newcastle United) zurück. Akanji war im November verletzt, Schär war gesperrt.

sda

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