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Breel Embolo und die Unbekümmertheit

Das Nicht-Tor des Basel Shooting-Stars beim Saisonstart in Aarau ist auf Youtube jetzt schon Kult. So ein Missgeschick wird dem 17-Jährigen wohl nicht noch einmal passieren.

Er hatte ein blitzsauberes Tor zum 1:0 erzielt. Er hatte den Pfosten getroffen. Er hatte kluge Pässe gespielt. Und er hatte sich physisch behauptet. Unbekümmert war Breel Embolo in Aarau aufgetreten. Einmal mehr – und vielleicht noch etwas unbekümmerter als in der letzten Saison, da er im Fanionteam des FC Basel erste deftige Duftmarken hinterlassen hatte. Ganz so, wie das ein grosses, erst 17-jähriges Talent eben zu tun pflegt. Er hatte aber auch immer wieder Paulo Sousa im Ohr gehabt. Wiederholt wandte sich der portugiesische Trainer an das Juwel, das in Abwesenheit von Captain Marco Streller die Position der Sturmspitze besetzte. Es ging um Laufwege. Und ums Auge. Mal für die Mitspieler, mal für die Räume. Und er hatte diese Szene in der 8. Minute, als er von einem Fehler profitierte, allein und aus zentraler Position aufs komplett leere Tor lief. Schon beim ersten Ballkontakt kann er einschieben. Beim zweiten Ballkontakt muss er einschieben. Und beim dritten Ballkontakt will er einschieben – wird aber von Nganga geblockt.

Die TV-Sendung «Pleiten, Pech und Pannen» lässt grüssen. Nicht jedoch Breel Embolo. Obwohl er insgesamt überzeugt hatte, durfte der Teenager danach keine Auskunft geben. Beim FCB werden Talente eben in jeder Hinsicht behutsam aufgebaut. Und Unbekümmertheit auf dem Rasen ist nicht ganz dasselbe wie Unbekümmertheit vor dem Mikrofon.

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