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Brasilien in Bedrängnis

Die Selecão liegt nach einem Drittel der WM-Qualifikation nur an fünfter Stelle. Trainer Carlos Dunga steckt in der Bredouille.

Kein Land der Welt ist mit einer ähnlichen Ansammlung von Ausnahmekönnern gesegnet wie Brasilien. Jedes Jahr stossen tausende junge Talente zu dem bereits riesigen Spielerreservoir nach, die ihr Glück im Profifussball versuchen (müssen). Von dieser fast endlosen Auswahl kann Dunga jeweils die besten Elf für seine Aufstellung aussuchen. Dass jedoch Kakà, Robinho und wie sie alle heissen, nicht immer eine Garantie für den Erfolg sind, hat man an den Olympischen Spielen in Peking und an der WM 2006 in Deutschland gesehen. Doch dieses Jahr könnte es gar mit der Qualifikation für die WM in Südafrika knapp werden.

Mühevoller Start in die WM-Qualifikation

Denn nach bloss zwei Siegen in sechs Spielen liegt Brasilien an fünfter Stelle des Klassements, was nur für die Barrage gegen den Vierten der Nord-/ Mittelamerika/Karibik-Qualifikation berechtigen würde. Um sich auf direktem Wege für Südafrika zu qualifizieren, ist ein Platz unter den ersten vier zwingend. Negativer Höhepunkt der bisher biederen Auftritte des Starensembles war die Auswärtsniederlage in Paraguay, wo die fünffachen Weltmeister eine 0:2-Niederlage erlitten. Auch in Kolumbien (0:0) und in Peru (1:1) überzeugten sie nicht. Bloss der 5:0-Heimsieg gegen Ecuador konnte Fans, Verband und Medien befriedigen, wobei die Gala erst in der letzten Viertelstunde eingeläutet wurde.

Regelmässig zerbricht die Nationalmannschaft an der riesigen Erwartungshaltung im In- und Ausland. Auf jeder Position mit Spielern von Weltklasse doppelt und dreifach besetzt, sterben die technisch brillanten Fussballer an der Schönheit. Hier noch ein Haken, da noch ein Übersteiger; es fehlt die Schnörkellosigkeit. Jedenfalls hat Dunga noch nicht die Mischung gefunden, die Fussballkunst mit nüchternem Resultatfussball verbindet. Wenn die Leistungen und die Punkteausbeute auswärts gegen Tabellennachbar Chile (am 8. September) und zu Hause gegen Bolivien (am 11. September) wieder ungenügend sind, muss Dunga um seinen Stuhl bangen.

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