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«Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende»

Die Situation rund um den FC St. Gallen mit den maroden Gesellschaften des AFG-Stadions lässt die Leserschaft von Redaktion Tamedia nicht unberührt.

Die Situation in St. Gallen rund um das Stadion und den lokalen ASL-Klub ist den Leserinnen und Leser nicht egal: AFG-Arena.
Die Situation in St. Gallen rund um das Stadion und den lokalen ASL-Klub ist den Leserinnen und Leser nicht egal: AFG-Arena.
Keystone

Das Parlament der Stadt St. Gallen hat gestern eine 2-Millionen-Spritze für die finanziell schwer angeschlagenen Stadion-Gesellschaften sowie die Entschuldung des FC St. Gallen abgelehnt. Das lässt die Leser von Redaktion Tamedia nicht kalt. «Eine Schande: Der älteste Klub geht unter und niemand unternimmt etwas dagegen. Es mag arrogant klingen, aber in Basel würden alle etwas dagegen unternehmen, dass der FCB bankrott geht und das Joggeli zur Ruine wird. Denn Basel ist ja bekanntlich die Fussballhauptstadt der Schweiz», schreibt Nikola Markovic. Bruno Koch gibt wohl die Gefühle der St. Galler Bevölkerung wieder, die ihren FC eigentlich lieben, aber die undurchsichtigen Verhältnisse nicht goutieren. «Bekanntlich investiert niemand in den Fussball, wenn ihm sein Geld etwas bedeutet, beziehungsweise, wenn er das Geld selbst verdient hat. Bei dieser Ausgangslage: Gratis Land – Kostenüberschreitung von 12 Millionen Franken, sind die Parlamentarier gezwungen, genauer hinzusehen. Es ist nicht Aufgabe der Steuerzahler, solche Blasen zu retten. Auch wenn jetzt praktisch erpresserisch Schreckensszenarien heraufbeschworen werden.»

Ben Nadini windet den Politikern ein Kränzenchen: «Ein Hoch auf das Stadtparlament. Endlich ist es Schluss mit dem Privatisieren des Gewinnes und des Verteilens der Schulden auf die Steuerzahler. Und endlich hat es auch ein Ende mit den horrenden Polizeikosten, welche durch die Chaoten generiert wurden und werden. Hut ab – vor diesem Parlament.»

Paul Schnetzer weist auf die spezielle Situation in der Ostschweizer Metropole hin, fordert aber fussballnahe Kreise auf, jetzt zu handeln. «Das FCSG-Rettungspaket mit einer Teilfinanzierung von 6 Millionen Franken durch die öffentliche Hand war zum vorneherein fiskalpolitisch chancenlos. Der scheinbar nun aussichtslose Weg darf nicht in den Konkurs führen. Die Wirtschaft Ostschweiz und Freunde FCSG müssen durch Bereitstellung von frischem Kapital (Kapitalerhöhung) die schwer angeschlagenen Gesellschaften in letzter Minute retten.»

Die Beispiele von Lausanne und Genf

Hannes Estermann sieht es spezifischer. «Das einzige, was Schaden leidet an diesem unschönen Verfahren, ist der Name FC St. Gallen – sonst gar nichts. Anderseits sind Lausanne und Servette auch nicht verschont geblieben. Nach drei sportlich super Jahren kann man wieder A-klassig sein.Wer wird wohl der nächste Pleiteklub sein? Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.»

In der Rest-Schweiz scheint doch auch ein bisschen Schadenfreude bezüglich der verzwickten Situation in St. Gallen durchzudringen. «Es ist wohl Ironie des Schicksals, dass gerade das Stadion mit den pfeifenden Fans bald ins Gras beissen muss», findet René Grossenbacher.

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