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Basel gewinnt und Luzern atmet auf

Heiko Vogel eilt mit Basel von Sieg zu Sieg. Doch vertraglich hat er noch den Status eines Assistenztrainers und wird auch so entlöhnt. Wann wird der Deutsche zum Cheftrainer befördert?

3:2-Sieg in der Champions League gegen Galati. Captain Marco Streller stürmt auf seinen Trainer Heiko Vogel zu.
3:2-Sieg in der Champions League gegen Galati. Captain Marco Streller stürmt auf seinen Trainer Heiko Vogel zu.
Keystone
Dieser nimmt ihn in Empfang..
Dieser nimmt ihn in Empfang..
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«Ich verschwende keine Energie für irgendwelche vertraglichen Dinge», sagt er.
«Ich verschwende keine Energie für irgendwelche vertraglichen Dinge», sagt er.
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«Als Thorsten Fink zum HSV wechselte, haben wir den Assistenztrainer-Vertrag von Heiko Vogel vorerst bis 2014 verlängert», erklärt Basels Sportkoordinator Georg Heitz gegenüber Redaktion Tamedia. Man habe vereinbart, dass man nach der Vorrunde in der Winterpause nach einer genauen Analyse der Situation mit Vogel über die weitere Zukunft sprechen werde. «Er hat zumindest seine Position nicht geschwächt», sagt Heitz. In der Tat ist Heiko Vogels Bilanz beeindruckend: Er hat mit dem FCB seit dem Abgang von Fink in der Meisterschaft sämtliche sechs Spiele gewonnen, wobei er in seinen ersten zwei Partien in Zürich gegen den FCZ und in Sion gleich zweimal auswärts antreten musste. Auch in der Champions League hat Vogel nahtlos an die Erfolge seines Vorgängers Thorsten Fink angeknüpft. Im letzten Gruppenspiel gegen Manchester United kann sich Basel sogar für die Achtelfinals qualifizieren.

«Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Und ich bin sicher, dass die ganze Schweiz stolz ist auf diesen FC Basel», sagt Captain Marco Streller nach dem 3:2-Sieg in Bukarest gegen Galati. Es ist ein Satz, der auch belegt, dass die Mannschaft voll hinter dem Trainer steht und sich für eine längerfristige Zusammenarbeit mit Vogel stark macht. Deshalb wird die Beförderung von Heiko Vogel zum Cheftrainer in der Winterpause nur noch eine reine Formsache sein. Damit ist das Thema Murat Yakin, der nach dem Abgang von Fink Wunschkandidat war, in Basel zumindest vorläufig vom Tisch. Und somit muss Luzerns Präsident Walter Stierli auch nicht mehr befürchten, dass er nach Spielmacher Hakan Yakin im Frühling nicht auch noch den Trainer verliert.

Yakins Lob für Vogel

Ironie der Geschichte: Im nächsten Meisterschaftsspiel empfängt der Leader FC Basel den zweitplatzierten FC Luzern zum Spitzenkampf. «Es ist schon beeindruckend wie Heiko Vogel die Arbeit von Thorsten Fink nahtlos und erfolgreich weiterführt», sagt Murat Yakin gegenüber Redaktion Tamedia. Der FCB mache bisher auch in der Champions League beste Werbung für den Schweizer Fussball. «Die Effizienz im Abschluss ist grossartig», sagt Yakin. Frei und Streller seien eben mit dem Killerinstinkt ausgestattet. «Der FCB hat grossartige junge Spieler und mit Frei, Streller und Huggel auch ein enormes Potenzial an Routine», sagt Yakin. Das sei eine geradezu ideale Mischung. Der FC Basel ist für Yakin kein Thema. «Erstens brauchen die keinen neuen Trainer. Und zweitens bin ich sehr glücklich hier beim FC Luzern», sagt der Basler.

«Ich verschwende nur Energie für meine Spieler»

Redaktion Tamedia erreichte auch Heiko Vogel kurz vor dem Abflug in Bukarest am Handy. «Nein, nein, ich bin kein Zauberer. Ich bin menschlichen Ursprungs», schmunzelt der Deutsche. Das Zusammenspiel mit der Mannschaft sei geradezu phänomenal. «Der Erfolg auf dem Rasen ist die logische Konsequenz dieses Zusammenspiels», freut sich Vogel. Die Spieler würden seine taktischen Vorgaben hervorragend umsetzen. Der gegenseitige Respekt sei ebenfalls ausschlaggebend für ein gut funktionierendes Kollektiv. Über seine Vertragssituation macht sich Vogel überhaupt keine Gedanken. «Bei der Dichte unserer Spiele mit den englischen Wochen kann ich es mir gar nicht leisten, irgendwelche Energie für irgendwelche vertraglichen Dinge zu verschwenden», sagt Vogel. Die Mannschaft habe es verdient, dass er sich nur mit ihr beschäftige.

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