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Bald 64 Teams in der Champions League?

Uefa-Präsident Michel Platini will die unbeliebte Europa League zu Grabe tragen und dafür die Champions League auf 64 Mannschaften aufblasen.

Anwalt der kleinen Fussballnationen: Michel Platini.
Anwalt der kleinen Fussballnationen: Michel Platini.
Keystone

Unter den grossen Clubs gilt die Europa League mehr als Strafe denn als Belohnung, auch das Interesse von Sponsoren und Zuschauern ist stets unter den Erwartungen geblieben. Nun will Uefa-Präsident Michel Platini dieser Entwicklung offenbar Rechnung tragen und schon in vier Jahren ein neues Europacup-Modell bringen. Dieses beinhaltet die Streichung der Europa League und den Ausbau der Champions League. Die Königsklasse soll von 32 auf 64 Teams wachsen.

Kritiker unterstellen Platini, er wolle mit der Reform gute Stimmung bei den kleinen Verbänden machen, um seine Macht zu zementieren. Der Franzose verdankt seine Wahl zum Uefa-Präsidenten im Jahr 2007 vor allem den Osteuropäern, sie wären denn auch die grossen Profiteure der Reform. Die führenden Verbände würden dagegen weiter nur vier Startplätze bekommen, während ihre Clubs gegen unbekannte Vereine antreten müssten. «Die hochklassige Champions League würde auf diese Weise in unverantwortlicher Weise verwässert werden», schreibt der «Bild»-Kolumnist Alfred Draxler stellvertretend für die deutsche Sicht der Dinge.

Für die Schweiz wäre die Erweiterung der Königsklasse ein zweischneidiges Schwert. Zum einen wäre der Zugang für die Vertreter der Super League dann natürlich viel leichter, zum anderen wäre es aber nicht mehr gleich reizvoll, der Champions League anzugehören, da es keine so attraktiven Vorrundengruppen wie jene mit dem FC Basel, Manchester United und Benfica Lissabon mehr geben würde.

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