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«Spieler mit eigener Meinung sind nicht erwünscht»

Kay Voser reagiert im «Blick» auf seine Degradierung. Der frühere FCB- und GC-Profi denkt nun sogar an Rücktritt.

In der Challenge League noch Stammspieler, nun aussen vor: Kay Vosers Zeit beim FCZ läuft ab.
In der Challenge League noch Stammspieler, nun aussen vor: Kay Vosers Zeit beim FCZ läuft ab.
Keystone

Während die erste Mannschaft des FC Zürich vergangene Woche ins Trainingslager in die Türkei reiste, musste Kay Voser in der Schweiz bleiben und mit der U-21 seine Einheiten absolvieren. So wurde für alle ersichtlich, was Sportchef Thomas Bickel Voser schon vor Weihnachten mitgeteilt hatte: Der 31-Jährige, mit dem FC Basel dreimal Meister, gehört nicht mehr zum Profikader des FCZ.

«Vorgefallen ist nichts. Mir ist nur gesagt worden, dass es mit der Kaderplanung zu tun hat», sagte Voser gegenüber dem «Blick». Weil er glaubt, dass er der Mannschaft auch neben dem Platz hätte helfen können, ist der erfahrene Verteidiger enttäuscht. Dass Bickel seine Ausbootung vorangetrieben habe, wie es der «Blick» vermutet, wollte er aber nicht bestätigen. Er erklärte nur: «Meinungsverschiedenheiten gibt es immer mal. Vor allem auch bei Spielern in meinem Alter und wenn man eine starke Persönlichkeit hat. Dann sagt man auch mal, was ­einem nicht passt. Aber Spieler mit eigener Meinung sind nicht erwünscht.»

Vosers Zukunft ist nun vollkommen offen. Die USA würden ihn reizen, aber auch der Rücktritt ist nicht ausgeschlossen. Seine Situa­tion sei ja nicht förderlich. «Es kommt immer die Frage, warum ich nicht mehr in der ersten Mannschaft spiele. Vielleicht höre ich auch auf und wandere aus.»

Voser, der in der Vorsaison noch massgeblich zum Wiederaufstieg in die Super League beigetragen hatte, kam in der laufenden Spielzeit nach einer Verletzung nur noch zu fünf Einsätzen. Die letzte Partie bestritt er am 21. Oktober bei der 0:4-Derbyniederlage gegen seinen Ex-Club GC.

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