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Auf den letzten Metern

Der FC Basel setzt sich im Schweizer Cup bei Stade-Lausanne-Ouchy mit viel Mühe 2:1 durch. Noah Okafor erzielt den entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit.

Mit seinem Tor zum 2:1 in der Nachspielzeit verhinderte der eingewechselte Noah Okafor, dass der FC Basel im Cup gegen Lausanne-Ouchy in die Verlängerung musste. – Foto: Freshfocus.
Mit seinem Tor zum 2:1 in der Nachspielzeit verhinderte der eingewechselte Noah Okafor, dass der FC Basel im Cup gegen Lausanne-Ouchy in die Verlängerung musste. – Foto: Freshfocus.

Es war der letzte Versuch, der allerletzte. Kemal Ademi, der nun plötzlich zu rennen und rackern begann, setzte sich auf rechts durch, seine Hereingabe fand Noah Okafor. Dieser hatte keine andere Wahl, als in der finalen offensiven FCB-Aktion dieses Cup-Achtelfinals in Nyon einfach draufzuhalten. Und der U21-Nationalspieler, der die letzten FCB-Pflichtspiele verletzt verpasste, tat dies so abgeklärt, dass der Ball hinter der Torlinie landete.

Es war dies das umjubelte 2:1 der Basler, ein aus Sicht der Gäste perfekter Schlusspunkt auf den letzten Metern dieses Cup-Vergleichs mit Stade-Lausanne-Ouchy.

Umso bitterer war dieser Gegentreffer für den Challenge-League-Vertreter aus der Westschweiz. Die Mannschaft, die in der letzten Saison noch in der Promotion League aktiv gewesen war, führte nach rund sechzig Minuten 1:0, kassierte eine Viertelstunde später durch Fabian Frei (nach erstklassiger Vorarbeit von Edon Zhegrova) den Ausgleich und wähnte sich in der Nachspielzeit bereits gedanklich in der Verlängerung.

Diese hätten sich die Gastgeber verdient. Oder anders gesagt: Der FCB ist dank seines späten Siegtreffers nochmals mit einem blauen Auge davongekommen.

Dabei wollte Marcel Koller gegen Stade-Lausanne-Ouchy eigentlich nichts anbrennen lassen. Anders als in den vorangegangenen Cupspielen bei den unterklassigen Pully und Meyrin liess sich der Trainer auf keine Experimente ein. Bis auf den angeschlagenen Verteidiger Raoul Petretta, der durch Blas Riveros ersetzt wurde, setzte der Trainer auf exakt jene Startelf, die vor Wochenfrist mit einer beherzten Leistung in der Europa League Getafe 1:0 niederrang. Von Kräfteschonen für die kommenden Aufgaben in den nächsten Tagen in Liga (Xamax) und Europa League (Getafe) also keine Rede.

Wenig Zählbares

Dass es die Stammkräfte am Genfersee richten sollen, davon war in der ersten Halbzeit wenig zu merken. Gegen die tief stehenden Waadtländer fanden die Basler die Lücke meist nicht. Und gelang dennoch das Vorstossen auf die letzten Meter vor dem Tor, scheiterte der Cupsieger im Abschluss. Bestes Beispiel dafür war der von Lausannes Keeper Joao Barroca parierte Versuch Kevin Buas, nachdem Frei mustergültig den Ball zum Romand durchgesteckt hatte (29.).

Wer glaubte, dass sich daran nach dem Seitenwechsel etwas ändern würde, irrte. Zwar war Rotblau zumindest in der ersten 15 Minuten von Umgang zwei darauf aus, Akzente im Angriff zu setzen. Doch der Underdog liess nicht von seiner unaufgeregten, gut organisierten Spielweise ab. Ja, es kam für das Heimteam gar noch besser. Es generierte Überzahlsituationen, kombinierte sich clever durch. Und wurde für seinen Effort belohnt.

Andy Laugeois hatte auf rechts ungewohnt viel Platz und seine Flanke flatterte an Omar Alderete vorbei, wo sich Allan Eleouet gegen Eray Cömert durchsetzte. Dieses 1:0 war gleichzeitig der Weckruf für den FCB.

Von da an schien ein Ruck durch das Team zu gehen. Die Einwechslungen von Zhegrova und Okafor für die blassen Luca Zuffi und Kevin Bua hatten wesentlichen Anteil an diesem Umschwung. Plötzlich waren die Basler Bemühungen im Angriffsspiel variantenreicher, plötzlich kamen sie zu gefährlichen Szenen auf den letzten Metern.

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