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Auch das FBI ermittelt gegen die Fifa

Um diese drei Punkte geht es bei den Untersuchungen der Amerikaner.

Zwei, denen das FBI nicht über den Weg traut: Jack Warner, Sepp Blatter, hier auf einer Aufnahme von 2001.
Zwei, denen das FBI nicht über den Weg traut: Jack Warner, Sepp Blatter, hier auf einer Aufnahme von 2001.
Keystone

Nach der Schweizer Justiz hat auch das FBI Ermittlungen gegen den Fussball-Weltverband Fifa aufgenommen. Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, interessieren sich die Amerikaner vor allem für drei Punkte:

- den Transfer von 10 Millionen Dollar auf das Konto des karibischen Fifa-Funktionärs Jack Warner. Das OK der WM 2010 in Südafrika soll das Geld zwei Jahre vor dem Turnier via Konten der Fifa und des Karibik-Teilverbands CFU an Warner überwiesen haben.

- Sepp Blatters TV-Deal mit Warner im Jahr 2005. Der Walliser verkaufte dem Mann, der ihm zuverlässig Stimmen beschaffte, für nur 600'000 Dollar WM-TV-Rechte. Warner nahm durch den Weiterverkauf bis zu 20 Millionen Dollar ein.

- die finanziellen Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit der Vergabe der WM 2006 an Deutschland. Es geht um 10 Millionen Franken – verpackt als WM-Organisationszuschuss der Fifa – und wieder um eine Spur in die Karibik. Ein Vertrag im DFB-Archiv, den Franz Beckenbauer und Warner vier Tage vor der Vergabe unterschrieben, war für das FBI offenbar ausschlaggebend. Neben Leistungen des DFB an den Verband von Nord- und Mittelamerika kommt im Papier auch ein persönliches Ticketkontingent für Warner vor: 1000 Karten, in der Topkategorie. Die DFB-Spitze wertete den Vertrag gemäss «Süddeutscher Zeitung» als Bestechungsversuch. Ob er tatsächlich in Kraft trat ist allerdings noch nicht erwiesen.

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