Shaqiri ist enttäuscht und sucht eine Lösung

Zum ersten Mal spricht der Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri über seine Reservistenrolle beim FC Liverpool.

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Über fehlende Aufmerksamkeit kann sich Xherdan Shaqiri nicht beklagen. Kaum ein Tag vergeht ohne Nachricht über ihn. Nur geht es darin meist um einen möglichen Vereinswechsel – und das ist die Art von Aufmerksamkeit, die der offensive Mittelfeldspieler des FC Liverpool eigentlich nicht haben möchte. Nach dem im Penaltyschiessen gegen den FC Chelsea gewonnenen europäischen Supercup am Mittwoch teilte Shaqiri nun mit, weder eine Offerte des türkischen Meisters Galatasaray Istanbul zu besitzen noch eine von der AS Monaco: «Ich habe keine Ahnung, wo die Artikel her sind. Ich weiss nichts von diesen Angeboten.»

Bleibt er Reservist?

Nach 30 Einsätzen in der Vorsaison, davon die Hälfte von Beginn an, hat sich der ohnehin schon anspruchsvolle Konkurrenzkampf für Shaqiri in dieser Spielzeit verschärft durch die Rückkehr des lange ausgefallenen Alex Oxlade-Chamberlain. In den bisherigen drei Pflichtspielen reichte es für den Schweizer Nationalspieler nur zu elf Spielminuten im Duell mit Manchester City im Community Shield. «Ich bin enttäuscht, dass ich nicht mehr zum Spielen gekommen bin. Niemand sitzt gerne auf der Bank», sagt Shaqiri.

Sein Wechsel im vergangenen Sommer aus Stoke hat sich für Liverpool hingegen in jedem Fall ausgezahlt. Wann immer Trainer Jürgen Klopp auf Shaqiri zurückgriff, konnte er sich auf ihn verlassen. Zuletzt beim Halbfinalsieg über den FC Barcelona in der Champions League, als er im Rückspiel eine Torvorlage zum Weiterkommen beisteuerte. Nur, was bedeutet die dauerhafte Reservistenrolle für seine eigene Karriere?

«Ich muss eine Lösung finden»

Im Alter von 27 Jahren befindet sich Xherdan Shaqiri eigentlich in der Hochphase seiner fussballerischen Schaffenskraft. Ohne regelmässige Spielpraxis leidet jedoch sein Marktwert und wohl ebenso seine Rolle in der Nationalmannschaft ein Jahr vor der EM. «Klar ist, dass ich mehr Einsatzzeit möchte», sagt Shaqiri: «Ich muss mir die Situation anschauen und eine Lösung finden.» In Liverpool besitzt der flexibel einsetzbare Angreifer einen gut dotierten Vertrag bis Juni 2023. Bei einem möglichen Abgang in den nächsten Wochen könnte der englische Vizemeister keinen Ersatz mehr verpflichten – die Transferfrist in der Premier League ist bereits abgelaufen.

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