Marek Suchy - Qualität, die nur schwer zu ersetzen sein wird

Marek Suchys Abgang wäre zu vermeiden gewesen. Doch dafür hätte man ihm mehr bieten müssen als einen Vertrag, der in Sachen Fixsalär eine empfindliche Reduktion im Vergleich zu den vorherigen Bezügen bedeutet hätte.

Sicher ist, der Tscheche wird in Basel nur sehr schwer zu ersetzen sein. Er hinterlässt eine grosse Lücke.

Sicher ist, der Tscheche wird in Basel nur sehr schwer zu ersetzen sein. Er hinterlässt eine grosse Lücke.

(Bild: Keystone)

Oliver Gut

So einen Vertrag unterschreibt vielleicht ein Routinier, der sich bereits mit dem Karrierenende befasst. Oder ein Spieler, der aus einer schwierigen Phase kommt. Aber ein 31-jähriger Innenverteidiger, der auf dieser Position noch ein paar gute Jahre vor sich wähnt, den Status des Captains und eines tschechischen Nationalspielers geniesst, hat spannende Alternativen, die ihm finanziell mindestens so viel bringen.

Ob die Basler Verantwortlichen den Abgang clever kalkuliert oder sich verspekuliert haben, weil Suchy vor seinem Achillessehnen-Riss eine wackligere Phase hatte als danach? Die Antwort darauf hängt davon ab, wie sich die Innenverteidigung ab Sommer präsentiert. So oder so lässt sich sagen: Suchys Abgang ist auch eine Folge der finanziellen Situation, in der sich der FCB nach inzwischen eineinhalb Jahren unter Präsident Burgener befindet.

Wer im laufenden Geschäftsjahr die Ausgaben um 21 Millionen Franken senken will, kann dies nicht nur mit Rappenspalterei tun, sondern muss auch zu Verzicht bereit sein – und riskiert darob natürlich, weiter an Qualität einzubüssen.

Fitter Musterprofi mit hohem Ansehen

Sicher ist, dass der Tscheche nur schwer zu ersetzen sein wird. Was nicht allein daran liegt, dass die Basler Abwehr im ablaufenden Halbjahr mit dem robusten Verteidiger wieder um einiges stabiler war als zuvor. Suchy ist zudem ein Musterprofi der bei den Mitspielern hohes Ansehen genoss.

Und er war – abgesehen von jener Verletzung, die ihn die automatische Vertragsverlängerung kostete – so gut wie immer fit. Dieser Umstand ist mit Blick auf das aktuelle Kader nicht zu verachten: Ob Cömert, Balanta oder vielleicht sogar Zambrano: Jeder der noch vorhandenen Profis fehlte in seiner Basler Zeit mehrmals verletzungsbedingt, was ein wichtiger Grund für eine äusserst problematische Saison war. Eine Saison, wie sie sich für den FC Basel auf keinen Fall wiederholen soll.

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