Ivan Rakitic will sein Spielzeug zurück

Rotblau weltweit

Der Möhlemer möchte bei Barcelona eine wichtigere Rolle einnehmen – die letzten Partien stimmen ihn zuversichtlich.

Ivan Rakitic in der Champions-League-Partie vom vergangenen Mittwoch, umzingelt von der halben Dortmunder Mannschaft. Foto: Emilio Morenatti (Keystone)

Ivan Rakitic in der Champions-League-Partie vom vergangenen Mittwoch, umzingelt von der halben Dortmunder Mannschaft. Foto: Emilio Morenatti (Keystone)

England: Szenenapplaus für Xhaka

Granit Xhaka stand am Donnerstag beim Heimspiel in der Europa League gegen Frankfurt zum ersten Mal seit dem 2:2 gegen Crystal Palace, als er sich während seiner Auswechslung mit den Fans angelegt hatte, wieder in der Startaufstellung. Unai Emery, der damals noch Trainer war, gab eine Woche vor dem Spiel bekannt, dass er nun wieder mit Xhaka plane: «Wir werden noch entscheiden, ob er spielen wird. Aber ich will, dass er sein Comeback gibt, wieder an Selbstvertrauen gewinnt und sich wohl fühlt», sagte Emery. Dies tat Xhaka dann auch, doch das Spiel ging vor halb leeren Rängen mit 1:2 verloren, kurz danach wurde Emery entlassen. Xhaka zeigte jedoch als einer der wenigen Arsenal-Spielern eine ansprechende Leistung und erhielt zuweilen sogar Szenenapplaus. Arsenal-Legende Fredrik Ljungberg wurde darauffolgend als Interimstrainer eingestellt, und auch er setzte gleich wieder auf Mittelfeldspieler Xhaka.

Auch in Norwich spielte der 27-Jährige von Beginn weg, doch Arsenal vermochte wie so oft in dieser Saison nicht zu überzeugen, und das Spiel endete 2:2 unentschieden. Arsenal bleibt damit weiter auf dem achten Rang der Premier League mit 21 Punkten Rückstand auf Leader Liverpool, was natürlich unter den Ansprüchen der Gunners liegt. Bei Liverpool ist Xherdan Shaqiri nach seiner Wadenverletzung wieder zurück im Kader. Doch auch beim Heimspiel gegen Brighton and Hove Albion musste der 28-Jährige wie so oft in dieser Saison auf der Bank Platz nehmen. Shaqiri kommt in dieser Saison gerade mal auf elf Einsatzminuten in der Liga und erhofft sich nun auch mehr Spielzeit. Von einem möglichen Abgang des Schweizers, dessen Vertrag noch bis 2023 läuft, will sein Trainer Jürgen Klopp nichts wissen: «Er ist in dieser Saison ein sehr, sehr wichtiger Spieler für uns. Jetzt kommt die intensivste Phase der Saison, und man wird ihn zu 100 Prozent auf dem Platz sehen. Er muss einfach physisch wieder fit werden.»

Spanien: Zuversicht bei Rakitic

Ivan Rakitic kam im Duell mit Atletico Madrid nach dem Champions-League-Spiel gegen Dortmund erst zum zweiten Mal hintereinander und zum dritten Mal überhaupt seit Anfang dieser Saison für den FC Barcelona zum Einsatz. Beim 1:0-Auswärtssieg im Wanda Metropolitano blieb der 31-jährige Mittelfeldspieler aus Möhlin über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Der Grund für seine wenigen Einsätze ist, dass im Sommer mit Frenkie de Jong ein talentierter Spieler geholt wurde, welcher nun von Trainer Ernesto Valverde auf der Position eingesetzt wird, welche zuvor Rakitic jahrelang belegte.

Im November zeigte er sich noch unglücklich, damals sagte er zu seiner Rolle bei Barcelona offen und ehrlich: «Wie fühlt sich meine kleine Tochter, wenn man ihr ein Spielzeug wegnimmt? Traurig. So ergeht es mir derzeit. Sie haben mir den Ball weggenommen. Das macht mich traurig.» Aufgrund der letzten Spiele zeigt sich Rakitic nun aber wieder etwas zuversichtlicher. Im Interview mit der «Marca» machte er klar, dass er gerne bleiben würde: «Ich kann die Situation nicht verstehen, weil ich spielen will. Falls ich spielen darf, gibt es keinen besseren Ort als Barca. Ich will jeden Tag geniessen und falls es hier sein kann, umso besser.» Rakitic kam im Sommer 2014 vom FC Sevilla, bei dem jetzt Tomas Vaclik spielt. Barcelona führt punktgleich mit Real Madrid, aber mit besserem Torverhältnis die Primera Division an. Knapp dahinter folgt der FC Sevilla mit einem Punkt Rückstand.

Italien: Mittelmass bei Caicedo

Nachdem Felipe Caicedo vor einer Woche als Joker in der Nachspielzeit den 2:1-Siegestreffer für Lazio Rom gegen Sassuolo erzielte, kam er am Sonntag gegen Udinese nicht zum Einsatz. Caicedo hat in dieser Saison zwar 9 von 14 möglichen Meisterschaftsspielen für den Drittplatzierten der Serie A bestritten, jedoch noch keines von Anfang an. Einzig in der Europa League ist der 31-jährige Stürmer aus Ecuador noch gesetzt, seine Bilanz von einem Tor in fünf Spielen fällt jedoch eher mittelmässig aus.

Japan: Siegtreffer von Kakitani

Am zweitletzten Spieltag der J-League erzielte Yoichiro Kakitani in der 79. Spielminute den Siegestreffer zum 2:1-Erfolg von Cerezo Osaka über Shimizu S-Pulse. Kakitani kam in dieser Saison 21-mal zum Einsatz, erzielte aber nur drei Tore. Der 29-Jährige steht mit seinem Team auf dem fünften Tabellenrang, ein Aufrücken in die Qualifikationsplätze für die asiatische Champions League ist nicht mehr möglich. Weiter hinten, auf Platz zehn, ist Vissel Kobe mit Trainer Thorsten Fink .


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