«Ich werde nie satt»

Steven Zuber verhilft der Schweiz mit seinem Tor zum Sieg. Trainer Petkovic kritisiert die fehlende Cleverness, Lichtsteiner lobt die Flexibilität.

Steven Zuber feiert sein Tor gegen Georgien.

Steven Zuber feiert sein Tor gegen Georgien.

(Bild: Keystone)

Die erste Hälfte war mau, die zweite dann aber besser. Dessen waren sich auch die Spieler der Nationalmannschaft bewusst, als sie sich über ihren Auftritt und zum Sieg gegen Georgien äusserten. Steven Zuber ist in Form in diesen Tagen, er trifft in der Bundesliga. Und er trifft eben auch im Nationalteam.

«Es ist eine grosse Qualität von uns, dass wir viele Systeme spielen können.»Stephan Lichtsteiner

Sein Tor, das Resultat eines Flachschusses aus 18 Metern, machte das Schweizer Spiel bekömmlicher und lockerer. «Die erste Halbzeit war sehr hart. Sie sind stark hintenrein gestanden», sagte Zuber nach der Partie. Mit seinem Tor hat er nun wettbewerbsübergreifend das sechste Tor im sechsten Spiel geschossen. «Es steckt harte Arbeit dahinter. Mein Tor hat nicht mit meinem Lauf zu tun, diese Schüsse trainiert man jeden Tag. Ich werde nie satt.»

Zuber trifft zum 1:0. Quelle: SRF

Petkovics Systemwechsel bringt das Glück

Ein Grund für die Leistungssteigerung war Vladimir Petkovics Systemwechsel zur Pause. Er wechselte von einem 4-2-3-1- auf ein 3-5-2-System. Der Trainer fand aber diesen Wechsel nicht spielentscheidend. «Entscheidend war unser plötzlich schnelleres Spiel und dass wir die Tiefe mehr gesucht haben», sagte Petkovic. In der ersten Halbzeit hätten sie zu viele Fehler gemacht, wichtig sei gewesen, dass man die Ruhe behalten habe. Aber, und da wurde der Trainer wieder selbstkritisch, die Cleverness habe gerade im Abschluss gefehlt, um das Spiel früher entscheiden zu können.

Captain Stephan Lichtsteiner bemängelte die Langsamkeit des eigenen Spiels und den trockenen Platz. Und fand sogleich positive Dinge: «Wir haben in dieser Zusammensetzung noch nie gespielt, das brauchte ein bisschen Zeit. Doch es ist eine grosse Qualität von uns, dass wir viele Systeme spielen können.»

Zakaria entscheidet mit dem 2:0 das Spiel. Quelle: SRF

Als sich Breel Embolo an die Zusammenfassung des Qualifikationsstarts machte, schlug er zuerst selbstkritische Töne an. Die erste Halbzeit hatte dem 22-jährigen Basler nicht besonders gut gefallen. «Zu statisch» seien die Schweizer gewesen, sagte er, «wir hatten nicht viele Räume, dem Spiel mangelte es an Tiefe». Und: «Das georgische Publikum pushte die eigene Mannschaft.» Mit der Fortsetzung der Begegnung nach der Pause zeigte sich Embolo dann aber zufrieden: «Wir wussten, dass wir etwas korrigieren mussten und schafften das auch. Und darum verdienten wir uns die ersten drei Punkte.»

red

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