30 Stunden in Rot und Blau

Der FC Basel feiert seinen 125. Geburtstag mit einem dreitägigen Stadionfest nach. Mit Musik, Unterhaltung – und natürlich Fussball.

Leer wird der St.-Jakob-Park dieses Wochenende nicht sein, wenn der FCB seinen Geburtstag feiert. Bild: Gaetan Bally (Keystone)

Leer wird der St.-Jakob-Park dieses Wochenende nicht sein, wenn der FCB seinen Geburtstag feiert. Bild: Gaetan Bally (Keystone)

Fussball: Grosse Bühne für die weniger beachteten Mannschaften des FCBProgramm am Freitag und Samstag

Den Profis des FC Basel gehört das ganze Jahr über die grosse Bühne. Alle zwei Wochen pilgern Tausende Fans in den St.-Jakob-Park oder reisen ihrem Team zur Not über den halben Kontinent hinterher. Natürlich werden die Profis mit dem Testspiel gegen den VfB Stuttgart und der Teampräsentation auch beim Stadionfest im Mittelpunkt stehen. Die Fans haben aber auch die Chance, zwei andere Teams zu unterstützen.

Das Frauenteam veranstaltet am Freitag ein öffentliches Training. Die Anmeldefrist, um aktiv daran teilzunehmen, ist zwar schon abgelaufen. Aber auch das Zuschauen dürfte sich für die Fans lohnen. Und für die Spielerinnen ist es eine Möglichkeit, Werbung in eigener Sache zu betreiben. Die Frauen waren in Verbindung mit dem Jubiläum ja bislang nur ein Thema, wenn es um die komplett verunglückte Tombola ging. Jetzt, kurz nach der Frauen-WM, können sie sich vor vielen Fans zeigen, die vielleicht wiederkommen, wenn ihre Saison im August beginnt.

Aber auch die U-21 sehen die meisten Fans nicht so oft. Dabei lohnt es sich – gerade in Zeiten des rotblauen Konzepts –, einen Blick in Richtung Nachwuchs zu werfen. Zumal auch der Gegner SC Freiburg bekannt ist für die Qualität seiner U-Teams. (str)


Nostalgie: Mit ehemaligen Spielern in vergangenen Zeiten schwelgenProgramm am Samstag

Bei einem waschechten 125-Jahr-Jubiläum darf natürlich eine ordentliche Portion Nostalgie nicht fehlen. Und wie schon bei der grossen rotblauen Gala im letzten November bietet der Verein sich und seinen Fans die ausgiebige Möglichkeit, in vergangenen Zeiten zu schwelgen.

Zum Auftakt des zweiten Tages gibt es die Chance, sich mit Autogrammen einzudecken. Und später wagen sich die ehemaligen Grössen dann auch noch für ein paar Minuten auf den Rasen. Bei Matias Delgado, Gilles Yapi oder Franco Costanzo weiss man von den Fussballplätzen der Region, dass sie noch immer mit dem Ball umgehen können. Interessant wird es aber bei den etwas älteren Semestern, zu sehen, wie sie sich im Legendenspiel oder später beim Auftritt des Dream-Teams schlagen werden.

Die Liste der angekündigten Legenden ist jedenfalls so lang wie prominent: Helmut Benthaus, Franco Costanzo, die Degen-Brüder, Matias Delgado, Christian Gimenez, Otto Demarmels, Mladen Petric, Julio Rossi, Hakan Yakin, Gilles Yapi, Pascal Zuberbühler, Dario Zuffi und viele mehr sind angekündigt. Und es gibt sicher den einen oder anderen Spieler, der sich zwischen Autogrammen und Legenden-Spiel noch ein paar Minuten Zeit nimmt, um mit den Zuschauern über die aktuelle Lage des FCB zu diskutieren. (tip)


Musik: Bis in die frühen Morgenstunden in den Gängen des St.-Jakob-Parks feiernProgramm am Freitag, Samstag und Sonntag

Fuss­ball wird im Basler Stadion fast das ganze Jahr über gespielt. Und die meisten der Basler Fussball-Legenden sieht man in dieser oder jener Form auch häufiger. Die wahre Besonderheit des Stadionfestes an diesem Wochenende ist allerdings die Tatsache, dass das Joggeli nahezu das ganze Wochenende lang, jeweils bis früh in die Morgenstunden, seine Tore geöffnet hat und man einfach mal spontan vorbeischauen kann.

Die grösste Party im Stadion, bei der nicht der Ball rollen wird, findet dabei gleich am Freitagabend statt, nachdem die 1. Mannschaft der Basler und die beiden neuen Trikot-Sets vorgestellt worden sind. Der eingefleischte FCB-Fan Baschi ist dabei der prominenteste Name: «Als ich gefragt worden bin, ob ich als FCB-Fan im Stadion spielen will – da musste ich natürlich nicht lange überlegen», sagte der Musiker im Interview mit «Telebasel».

Allerdings gibt es auch für andere Geschmäcker die entsprechende Musik. Und an diesen beiden Tagen hat man länger Zeit, ehe man das Stadion verlassen muss. Bis 4 Uhr am Samstagmorgen und bis 2 Uhr am Sonntagmorgen sind die Tore geöffnet. Mal schauen, wie viele Fans beim Stadionfest so lange durchhalten werden. (tip)

Detailliertes Programm unter www.zämmefeschte.ch.

Basler Zeitung

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