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FCB in Luzern: Viele Absenzen in der Defensive

Christian Gross ist zum Improvisieren gezwungen. Deshalb reiste der FCB-Trainer mit viel Respekt zum letzten Meisterschaftsspiel des Jahres am Sonntag in Luzern.

Wegen des Schnees schien das Spiel Luzern gegen den FC Basel zuerst unsicher. Doch schliesslich war doch alles klar: «Das Spiel findet zu 100 Prozent statt», sagte FCL-Mediensprecher Stefan Bucher am Sonntagmittag zu baz.online. Der Schnee auf der Allmend wurde weggeräumt. Luzerns Trainer Rolf Fringer und seinem Team wäre eine Absage höchst ungelegen gekommen, nachdem vor einer Woche bereits die Auswärtspartie in Sion ins nächste Jahr hatte verschoben werden müssen. Für den FCB wäre eine Verschiebung vielleicht weniger ärgerlich gewesen.

Dass die Spieler des FC Basel nach ihrem intensiven Fussballjahr mental etwas ausgebrannt sind, wurde zuletzt bei den Spielen in Donezk (0:5) und Neuenburg (0:2) ziemlich deutlich. Nun plagen die Mannschaft erstmals in dieser Saison auch Verletzungssorgen im grossen Stil. In der Defensive ist Trainer Christian Gross zum Improvisieren gezwungen. Drei Fünftel der Stamm-Abwehr dürften für das Spiel in Luzern ausfallen. Goalie Franco Costanzo (Teilriss der Patellasehne) und Rechtsverteidiger Reto Zanni (Lendenwirbel-Verletzung) müssen beide bis Januar auf jede sportliche Betätigung verzichten. David Abraham (Muskelverhärtung im Oberschenkel) ist stark fraglich. Gross entscheidet erst kurz vor Spielbeginn, ob er einen Einsatz seines Abwehrchefs riskieren will.

Somit schlägt in Luzern die Stunde der Stellvertreter. Oliver Stöckli steht im Tor, Michel Morganella verteidigt auf der rechten Seite und Beg Ferati im Zentrum. Morganella und Ferati haben beide zuletzt gegen Sporting Lissabon gezeigt, dass sie valable Alternativen sind.

Ausser der Goalie-Rochade sind kaum Änderungen zum Sporting-Spiel zu erwarten. Einzig im linken Mittelfeld darf anstelle von Scott Chipperfield wieder Valentin Stocker von Anfang an aufs Feld. Ivan Ergic, der Mitte der Woche kränkelte, sollte rechtzeitig fit werden.

Gerüchteküche um Gross - neuer Goalie?

Der Trainer erwartet zum Abschluss des Jahres «ein Kampfspiel» und fordert einen Sieg von seiner Mannschaft. «Wenn wir zum Abschluss der Vorrunde 41 Punkte auf dem Konto haben, dann lässt sich das sehen.»

Sorgen bereitet Gross die gravierende Verletzung von Franco Costanzo. Der Argentinier fällt mindestens sechs Wochen aus, es wird somit sehr eng für den Rückrunden-Start. «Wir müssen die Krankengeschichte genau verfolgen», sagt Gross. Falls Costanzo nicht rechtzeitig fit wird, will der Basler Trainer die Verpflichtung eines weiteren Torhüters nicht ausschliessen.

Derweil brodelt die Gerüchteküche um die Zukunft von Christian Gross munter weiter. Im Umfeld des abstiegsgefährdeten englischen Premier-League-Clubs FC Sunderland wird der Zürcher als möglicher Nachfolger des zurückgetretenen Roy Keane gehandelt. Allerdings ist diese Nachricht mit Vorsicht zu geniessen. Das «Sunderland Echo» berichtet, dass der Club derzeit eine Liste mit 30 möglichen Trainerkandidaten sondiert. Und die Wettquote bei «betfair.com» liegt bei 1:720, dass Gross Trainer in Sunderland wird.

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