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Christian Gross: «Wir wollen Zürich schlagen»

Am Sonntag kommt es im St.-Jakob-Park zum Spitzenduell der Super League zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich. Das Team von Christian Gross ist trotz der letzten Zürcher Erfolgsserie in der Favoritenrolle.

Christian Gross erläutert die Ausgangslage.

Trotz zuletzt nicht immer überzeugenden Auftritten thront der FCB weiter an der Spitze der nationalen Meisterschaft. Zwei Punkte trennt ihn vom härtesten Konkurrenten der letzten Jahre; den Rest der Liga hat Basel bereits um mehr als zehn Punkte distanziert. Und beeindruckend ist auch seine Bilanz in den direkten Duellen mit dem FCZ. Letztmals verlor Basel einen Vergleich am 26. November 2006 und gewann seither fünf Partien; zwei Spiele endeten remis. Und von den letzten 25 Partien verlor der FCB gar nur deren drei.

Selbst das Trauma des 13. Mai 2006, als es in letzter Sekunde Spiel und Meisterschaft an den FCZ verlor, hat Basel längst überwunden. Einen ähnlich knappen Verlauf wie vor zwei Jahren entschied Basel im letzten Sommer gegen die Young Boys für sich, und es schien auch in dieser Saison auf sicherem Meisterkurs – bis die Doppelbelastung mit Meisterschaft und Champions League doch noch Tribut forderte. Die 0:5-Niederlage zu Hause gegen Barcelona schmerzte erheblich.

Die Freude auf die speziellen Spiele

Basel überwand dieses kurze Tief dank seiner physischen Stärke, kam zum Beispiel in Bellinzona nach einem 0:2 zurück und gewann die Partie dank Benjamin Huggels Last-Minute-Treffer 3:2. Entsprechend steigt der FCB auch gegen den FCZ mit einer klaren Zielvorgabe ins Spiel: «Wir wollen Zürich schlagen und Meister werden», sagt Christian Gross. Die Spiele gegen den FCZ seien immer speziell und sie würden sich darauf freuen. «Der absolute Siegeswille wird entscheidend sein», glaubt Gross.

Trotz der jüngsten Erfolge hat der Basler Trainer gewisse Sorgen. Seine Abwehr muss er ausgerechnet für den Spitzenkampf fast vollständig umstellen. David Abraham und François Marque sind nach der vierten gelben Karte am Sonntag gesperrt. Beg Ferati, der langjährige U21-Internationale, ist der erste Ersatz; schon in Barcelona hatte der 22-Jährige Abwehrchef Abraham gut vertreten. «Er ist ein Spieler, der sehr aufmerksam trainiert, schnell lernt und immer das Beste aus sicher herausholen will», lobt Gross Ferati.

Der zweite Innenverteidiger am Sonntag wird wohl Mittelfeldspieler Benjamin Huggel sein. Christian Gross könnte sich auch Gelabert auf dieser Position vorstellen. Noch bis Sonntagmorgen offen lassen will er einen Einsatz von Ivan Ergic und Reto Zanni. Als sicher bezeichnet Gross hingegen bereits, dass der FCB mit nur einem Stürmer beginnt - und zwar mit Marco Streller.

«Der FCZ hat auch Argumente»

Acht Spiele in Folge sind die Zürcher in der Meisterschaft nunmehr ungeschlagen, Zeit für Challandes «die Euphorie zu bremsen, aber nicht zu stoppen». Sie müssten mit den Füssen auf dem Boden bleiben fordert der Romand. «Wir müssen diese positive Zeit nutzen.» Basel sei jedoch sehr stabil, sagt Challandes und verweist auf die Statistik der Partien zwischen den beiden Teams.

«Der FCB bleibt der FCB», sagt Challandes und wiederholt so, was sein Vorgänger Lucien Favre mit «Bâle bleibt Bâle» schon immer gepredigt hatte. Der Respekt vor dem grossen Rivalen ist in Zürich enorm. «Basel spielt zuhause, sie sind erster und spielen in der Champions League. Sie machen einen guten Job in der Meisterschaft, also sind sie auch die Favoriten. Wir können die Rollen nicht einfach tauschen», erklärt der FCZ-Trainer. «Aber», so sagt er auch, «der FCZ hat ebenfalls Argumente für ein solches Spiel.» Er meint die beeindruckende Serie von sieben Siegen in den letzten acht Partien und 27 erzielten Toren.

Und dem FCZ-Trainer ist auch bewusst, dass sich sein Team in Basel nicht gleich viele Fehler machen darf wie gegen die Grasshoppers. «Es war einiges taktisch nicht gut», führte Challandes aus. «Wenn wir den Baslern gleich Raum bieten, werden sie die Tore schiessen und die Partie ist vorzeitig entschieden», mahnte der temperamentvolle Romand.

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